Winter 2025

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Gut aufgestellt
Unser Aufsichtsrat berät und
begleitet den Vorstand

Gut aufgestellt: Unser Aufsichtsrat berät und begleitet den Vorstand

Unsere Titelthemen

Die drei Organe einer
Genossenschaft

Gastbeitrag von Senatorin
Karen Pein

Kontakte, die weiterhelfen

Liebe Mitglieder,

wir begrüßen Sie herzlich zur Winter-Ausgabe der „bei uns“. Was für Monate liegen hinter uns? Politologen sprechen angesichts der vielfältigen Herausforderungen von „Polykrise“. Umso wichtiger ist es, sich auch auf das zu besinnen, was sich stetig bewährt. Die UN hat 2025 zum „Internationalen Jahr der Genossenschaften“ erklärt – wir nehmen das zum Anlass, in der Titelgeschichte noch einmal die Grundprinzipien dieser guten Idee vorzustellen. Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen Karen Pein erläutert zudem in einem Gastbeitrag, welche besondere Bedeutung die Genossenschaften für die Stadtentwicklung in Hamburg haben. Und wir haben Service für Sie zusammengestellt: über die Online-Ausweisfunktion und über Lüften im Winter.

Bleiben Sie gesund und genießen Sie die Winterzeit, wann immer Sie können!

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Anna Lietz, Charlotte Knipping & Julia Eble
Redaktionsteam „bei uns“
redaktion@schiffszimmerer.de

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Wir verschicken eine Printausgabe der „bei uns“ nur noch auf Wunsch.
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Inhalte dieser Ausgabe

Hamburger grün

Sommerliches Landschaftsbild des Stellinger Feldmarks
Sommerliches Landschaftsbild des Stellinger Feldmarks

Hügellandschaft in City-Nähe: In Stellingen können (kleine) Anhöhen erklommen werden

Klein, aber oho

Grüne Hügel im Westen Hamburgs – die Stellinger Schweiz wurde von
Menschenhand geschaffen und ist doch wildromantisch 

Die Stellinger Schweiz, eigentlich „Stellinger Feldmark“, liegt eingebettet zwischen Hagenbecks Tierpark und Niendorfer Gehege. Sanfte Erhebungen, Feuchtbiotope, Knicks, lichter Wald und die Geelbek, die sich durch das Grün schlängelt: ein Stück Landschaft, das so nahe der Großstadt überraschend wildromantisch erscheint – mittendrin ein Naturspielplatz mit Kletterparcours und Picknicktischen. Die Stellinger Schweiz ist jedoch keine natürlich gewachsene Hügellandschaft. Sie ist vielmehr das Ergebnis einer Aufschüttung, die auf den Ausbau der Autobahn, aber auch auf einen Kiesabbau zurückzuführen sein könnte. 1957 wurde das knapp 15 Hektar große Gelände Teil eines Landschaftsschutzgebietes. Die Namensgebung „Schweiz“? Nun ja, bekanntlich genügen bereits kleinere Höhenunterschiede, um die hanseatische Fantasie in dieser Hinsicht zu beflügeln. Heute ist die grüne Oase Teil der Landschaftsachse Eimsbüttel, die den Ersten Grünen Ring in der Innenstadt mit dem Zweiten Grünen Ring verbindet, der wiederum auf fast 100 Kilometern rund um die Hansestadt führt. Wer Lust auf eine längere Tour hat, kann also aus der Stellinger Schweiz weiter bis ins nördlich gelegene 150 Hektar große Niendorfer Gehege laufen. An der östlichen Seite, nur getrennt durch den Deelwisch, öffnet sich der Amsinckpark, ein 5,7 Hektar großer denkmalgeschützter Landschaftsgarten im englischen Stil aus dem 19. Jahrhundert mit Baumriesen und Herrenhaus. Hinkommen: mit dem Bus 181 bis Deelwisch oder per U2 bis Hagenbecks Tierpark. Tipp: Auf hamburg.de kann man sich den schön illustrierten Faltplan „Landschaftsachse Eimsbüttel“ herunterladen.

150 Jahre

Schiffszimmerer-Genossenschaft

Großmutter und Enkel erfreuten sich an den Ausstellungsstücken

Bilder von der 150 Jahre Feier

Großmutter und Enkel erfreuten sich an den Ausstellungsstücken

Geschichte mit Zukunft

Ein Jubiläum, das verpflichtet: Als älteste Wohnungsbaugenossenschaft Hamburgs blicken wir mit Stolz auf 150 Jahre voller Wendepunkte, Herausforderungen und Erfolge. Heute sind wir wirtschaftlich stabil aufgestellt und zukunftsfähig – das Ergebnis solidarischer, verantwortungsvoller Genossenschaftsarbeit über Generationen hinweg.

In den vergangenen fünf Jahren haben wir gemeinsam mit der Historiker-Genossenschaft eG unsere Geschichte neu erschlossen: Quellen gesichtet, vergessene Geschichten freigelegt, Zusammenhänge rekonstruiert. Entstanden ist eine umfassende, offene und selbstkritische Darstellung unserer Entwicklung – eingebettet in die wechselvolle Geschichte Hamburgs und Deutschlands. Sie erzählt von Aufbruch und Umbruch, von sozialen Kämpfen und gesellschaftlichem Wandel – und davon, wie sich eine Genossenschaft treu bleiben und zugleich weiterentwickeln kann.

Unsere Jubiläumsarbeit umfasste Wohnanlagen-Porträts, Rundgänge durch denkmalgeschützte Ensembles, den Aufbau eines Archivs, die Verlegung von Stolpersteinen sowie die Erstellung eines Zeitstrahls. Ein besonderes Ergebnis dieses Prozesses ist unsere Festschrift zum 150. Geburtstag: Sie bündelt Menschen, Projekte und Ideen, die die Schiffszimmerer-Genossenschaft über eineinhalb Jahrhunderte hinweg geprägt haben – und richtet den Blick nach vorn. Gemeinsam mit unseren Mitgliedern, Mitarbeitenden und Partnern arbeiten wir weiter tatkräftig daran, dass auch die nächsten 150 Jahre von der Kraft der Gemeinschaft getragen werden.

Sie möchten die Festschrift lesen?

Schreiben Sie uns eine E-Mail an
redaktion@schiffszimmerer.de – bitte mit vollständigem
Namen und Postanschrift. Wir senden Ihnen gern ein Exemplar zu.

Das Buch "Der Festschrift"

Ein Fest, das in Erinnerung bleibt

„Es war ein Tag, der gezeigt hat, was unsere Genossenschaft ausmacht:
Zusammenhalt, Freude und gelebte Gemeinschaft“

Mit diesen Worten fasste ein Mitglied die Stimmung des Jubiläumsfestes im Juli zusammen – und treffender lässt sich der Tag kaum beschreiben.

Vor 150 Jahren, im Jahr 1875, wurde die Schiffszimmerer-Genossenschaft gegründet. Was damals als solidarische Gemeinschaft von Handwerkern begann, ist heute ein lebendiger Verbund von mehr als 17.000 Mitgliedern, die alle eines eint: die Idee, gemeinsam mehr zu erreichen als allein.

Diesen beeindruckenden Meilenstein haben wir im Juli mit rund 2.500 Mitgliedern im Hamburger Hafen gefeiert – bei Musik, Gesprächen und vielen schönen Momenten. Damit dieser Tag lebendig bleibt, haben wir das Fest in Fotos und einem Film festgehalten. Beides ist auf unserer Website schiffszimmerer.de zu sehen – ein stimmungsvoller Rückblick auf ein Fest, das uns allen in Erinnerung bleiben wird.

Ein besonderer Höhepunkt war der Auftritt des Comiczeichners Stefan Wirkus, der eigens für das Jubiläum die Geschichte der Schiffszimmerer-Genossenschaft in einem humorvollen Comic festgehalten hat. Mit feinem Strich, Augenzwinkern und liebevollen Details brachte er 150 Jahre Genossenschaftsgeschichte auf den Punkt – sehr zur Freude unserer Gäste. Für alle, die am 12. Juli nicht dabei sein konnten, gibt es auch hierzu einen kleinen Film auf unserer Website.

Comis von Stefan Wirkus.

Hier können Sie sich den Film zum Fest anschauen:

Gemeinsam fair feiern

Zum Jubiläumsfest hatten sich viele Mitglieder angemeldet, tatsächlich teilgenommen haben jedoch deutlich weniger. Fast jede dritte angemeldete Person ist ohne Absage nicht erschienen.

Das ist bedauerlich, denn jede Anmeldung verursacht Kosten für Speisen, Getränke und Personal – Aufwendungen, die selbstverständlich von der Genossenschaft getragen werden, auch wenn sie nicht in Anspruch genommen werden. Zudem mussten wir aufgrund der hohen Anmeldezahlen anderen Mitgliedern absagen, die gerne teilgenommen hätten.

Wir möchten daher herzlich bitten, bei zukünftigen Veranstaltungen abzusagen, falls eine Teilnahme doch nicht möglich ist. So helfen Sie mit, dass unsere Feste weiterhin für alle Mitglieder fair, planbar und so herzlich bleiben, wie dieses Jubiläum es war.

Unsere Mitglieder erzählen

Anlässlich unseres historischen Jubiläums haben wir in der Sommer-Ausgabe der „bei uns“ unsere Mitglieder gefragt: Wie lange sind Sie ein Teil unserer Gemeinschaft? Was bedeutet Ihnen Ihr Zuhause in unserer Genossenschaft? Welche Erinnerungen verbinden Sie mit den Schiffszimmerern? Viele von Ihnen haben uns geschrieben. Lesen Sie selbst!

Mehr miteinander als nebeneinander – viele freuen sich über Spielkameraden, Unterstützung in der Nachbarschaft und den nächsten Klönschnack

Manfred Hellmuth aufgewachsen in Schnelsen, wohnt und engagiert sich heute im Saselbergring:

„Ich verbrachte eine tolle Kindheit in Schnelsen – meine Eltern waren mit der Nachbarsfamilie ein Leben lang eng befreundet. Sommerfeste, Ausfahrten und gegenseitige Hilfe prägten und prägen unser nachbarschaftliches Miteinander. Ich erinnere mich insbesondere an einen sehr kalten Winter, in dem wir gemeinsam unsere Gehwege von Eis befreiten. Wir bekamen Hacken und Schaufeln von der Genossenschaft und die Älteren bedankten sich mit Kaffee und Brötchen für die wiedergewonnene Mobilität.“

Seit vielen Jahren sind die Familien Behre, Jung und Ehrlich mit der Genossenschaft verbunden – berichtet Hannelore Ehrlich:

„Mein Onkel und Schwager waren als Hausverwalter tätig, ich selbst arbeitete bis Ende 1981 als Buchhalterin bei der Genossenschaft. Inzwischen sind unsere Kinder und Enkelkinder Mitglied geworden.“

Helmut Rentsch – Mitglied seit 1967, arbeitete 27 Jahre als Hausverwalter und ist noch immer mit Herz und Seele ein Schiffszimmerer:

Die Kinder haben Dauerduschen gemacht, weil sie bis zu diesem Tag kein fließendes Wasser aus der Wand kannten: Das war im Jahr 1967, als ich von Rellingen nach Hamburg in die Wincklerstraße zog. Später arbeitete ich 27 Jahre als Hausverwalter bei den Schiffszimmerern. Über die Arbeit könnte ich Bücher schreiben. Sie passte zu mir wie Moors op’n Ammer.“

Gitta Heinig – seit mehr als 50 Jahren Mitglied der Genossenschaft und aufgewachsen auf dem Dulsberg:

„Meine schönsten Erinnerungen habe ich an die jährlichen Laternenumzüge. Am Nachmittag durften wir Kinder Süßigkeiten und eine Laterne im Büro der Genossenschaft in der Olivaer Straße abholen. Sobald es dunkel wurde, zogen wir mit dem Spielmannszug durch die Straßen. Bis heute wohne ich zwar in keiner Wohnung der Genossenschaft, aber es ist ein gutes Gefühl, ein Teil dieser Gemeinschaft zu sein.“

Zwei Menschen die aufräumen

Genossenschaft bedeutet manchmal auch, den Besen oder die Schneeschippe selbst in die Hand zu nehmen, ganz nach dem Motto Hilfe zur Selbsthilfe

„Ende September 1962 erhielten wir die Wohnungszusage der Genossenschaft für eine Wohnung im Rimbertweg – hier wohne ich noch heute. Damals mussten wir verheiratet sein, um in eine gemeinsame Wohnung zu ziehen. Zur 50-jährigen Mitgliedschaft im Jahr 2011 erhielten wir eine Ehrenurkunde und feierten dies im Vereinshaus, wo auch heute noch Feste stattfinden.“

Christel Hüner

Giesela Mumm – ist im Jahr 1976 mit ihrer Familie in den Neubau in der Zeughausstraße eingezogen:

„Seit über 30 Jahren wohne ich nun in einer kleineren Wohnung in der Jakobstraße. Es war immer ein herrliches genossenschaftliches Treiben mit Familienfesten oder Grillabenden. Gab es mal ein Problem, haben sich die Hausverwalter immer um uns gekümmert.“

Wohnanlage

Ein kleiner Spielplatz lädt auch heute noch die Kinder in Winterhude zum Toben ein

Christine Liekfeld – wohnt seit 1997 in der Otto-Grot-Straße in Allermöhe und findet:

„In unserem Haus pflegen wir eine sehr gute Nachbarschaft. Ich fühle mich hier sehr wohl und wir passen aufeinander auf – wie in einer kleinen Familie.“

Maren Wünsche – seit 60 Jahren Mitglied, sie lebte von 1949 bis 1968 im Kranzhaus in Winterhude:

„Ich erinnere mich gern an den großen Innenhof mit vielen Spielkameraden. Wir buddelten in der großen Sandkiste, spielten Verstecken oder Geschichtenball. Nur eins durften wir nicht: den Rasen betreten. Da waren wir in Not, wenn mal ein Ball darauf fiel.“

Unsere Quartiere im Wandel

Der Borchertring – oder auch:

Ring 20 und seine Geschichte

Im Nordosten Hamburgs liegt der Stadtteil Steilshoop. Hier wohnen fast 20.000 Hamburgerinnen und Hamburger – gerade Familien schätzen den Stadtteil für seine grüne Umgebung, wie den Bramfelder See. Einst geprägt von Kleingärten, entstand im Norden des Stadtteils ab 1969 eine Großwohnsiedlung mit über 6.000 Wohnungen. Das Vorhaben galt seinerzeit als Vorzeigeprojekt des sozialen Wohnungsbaus, an dem sich auch unsere Genossenschaft beteiligte

Mittlerweile wohnen unsere Mitglieder in 172 Wohnungen, verteilt auf zwei Wohnanlagen. 64 Wohnungen befinden sich im Borchertring – benannt nach dem Hamburger Schriftsteller Wolfgang Borchert. Diese Wohnanlage liegt im Nordosten von Steilshoop, wenige Hundert Meter entfernt vom Bramfelder See mit seiner Graureiherkolonie und dem daran angrenzenden Parkfriedhof Ohlsdorf. Anfang 1983 konnte unsere Genossenschaft hier zunächst 32 Wohnungen sowie dazugehörige Pkw-Stellplätze erstehen. Ein Jahr später erweiterte sich unser Bestand um weitere 16 Wohnungen. Im August 2025 kamen nochmals 16 Wohnungen hinzu. Der Ortsteil, der bis heute auch als Neu-Steilshoop bezeichnet wird, ist innerhalb weniger Jahre entstanden. Neben Wohnraum gibt es hier viele Bildungs- und Freizeiteinrichtungen sowie Einkaufsmöglichkeiten und eine Anbindung an den Busverkehr des HVV. Ende des Jahres 2023 lebten in dem rund 2,5 Quadratkilometer großen Stadtteil 19.856 Menschen, was 7.942 Personen pro Quadratkilometer entspricht. Im Durchschnitt leben in Hamburg rund 2.600 Personen auf einem Quadratkilometer.

Steilshoop – ein Stadtteil mit Geschichte

Die Geschichte dieses in den 1970er-Jahren entstandenen Stadtteils geht bis ins Mittelalter zurück. Im Jahr 1347 wurde Steilshoop, als Bezeichnung für

den an einem steilen Hang liegenden oder der Familie Steil gehörenden Hof, das erste Mal schriftlich erwähnt. Nachdem es bis in das späte 18. Jahrhundert nur eine karge Besiedelung gab, entstanden in den 1920er-Jahren immer mehr Kleingärten, die die Menschen in den Sommermonaten bewohnten. Im Januar 1937 wurde die damalige Landgemeinde Steilshoop von den Nationalsozialisten mit dem Erlass des sogenannten „Groß-Hamburg-Gesetzes“ eingemeindet. Steilshoop gehörte fortan zu Hamburg. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges, als in Hamburg mehr als 50 Prozent der Wohnungen durch Bombenangriffe zerstört worden waren, kamen viele Menschen in den Kleingärten unter, die nicht nur hier, sondern im gesamten Stadtgebiet als Behelfsheime dienten. In den 1960er-Jahren löste die Stadt diese Behelfsheime auf und investierte in den Wohnungsneubau. Große Wohnanlagen, die vielen Menschen ein neues Zuhause bieten sollten, entstanden in Mümmelmannsberg, Osdorfer Born und hier in Steilshoop.
Der damalige Erste Bürgermeister Peter Schulz beschrieb den Bau der Siedlung 1971 wie folgt: „Mit Steilshoop werden wir einen großen Schritt auf dem Wege zur ausreichenden Versorgung mit Wohnraum vorankommen […].“

Mittlerweile wohnen unsere Mitglieder in 172 Wohnungen, verteilt auf zwei Wohnanlagen. 64 Wohnungen befinden sich im Borchertring – benannt nach dem Hamburger Schriftsteller Wolfgang Borchert. Diese Wohnanlage liegt im Nordosten von Steilshoop, wenige Hundert Meter entfernt vom Bramfelder See mit seiner Graureiherkolonie und dem daran angrenzenden Parkfriedhof Ohlsdorf. Anfang 1983 konnte unsere Genossenschaft hier zunächst 32 Wohnungen sowie dazugehörige Pkw-Stellplätze erstehen. Ein Jahr später erweiterte sich unser Bestand um weitere 16 Wohnungen. Im August 2025 kamen nochmals 16 Wohnungen hinzu. Der Ortsteil, der bis heute auch als Neu-Steilshoop bezeichnet wird, ist innerhalb weniger Jahre entstanden. Neben Wohnraum gibt es hier viele Bildungs- und Freizeiteinrichtungen sowie Einkaufsmöglichkeiten und eine Anbindung an den Busverkehr des HVV. Ende des Jahres 2023 lebten in dem rund 2,5 Quadratkilometer großen Stadtteil 19.856 Menschen, was 7.942 Personen pro Quadratkilometer entspricht. Im Durchschnitt leben in Hamburg rund 2.600 Personen auf einem Quadratkilometer.

Steilshoop – ein Stadtteil mit Geschichte

Die Geschichte dieses in den 1970er-Jahren entstandenen Stadtteils geht bis ins Mittelalter zurück. Im Jahr 1347 wurde Steilshoop, als Bezeichnung für den an einem steilen Hang liegenden oder der Familie Steil gehörenden Hof, das erste Mal schriftlich erwähnt. Nachdem es bis in das späte 18. Jahrhundert nur eine karge Besiedelung gab, entstanden in den 1920er-Jahren immer mehr Kleingärten, die die Menschen in den Sommermonaten bewohnten. Im Januar 1937 wurde die damalige Landgemeinde Steilshoop von den Nationalsozialisten mit dem Erlass des sogenannten „Groß-Hamburg-Gesetzes“ eingemeindet. Steilshoop gehörte fortan zu Hamburg. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges, als in Hamburg mehr als 50 Prozent der Wohnungen durch Bombenangriffe zerstört worden waren, kamen viele Menschen in den Kleingärten unter, die nicht nur hier, sondern im gesamten Stadtgebiet als Behelfsheime dienten. In den 1960er-Jahren löste die Stadt diese Behelfsheime auf und investierte in den Wohnungsneubau. Große Wohnanlagen, die vielen Menschen ein neues Zuhause bieten sollten, entstanden in Mümmelmannsberg, Osdorfer Born und hier in Steilshoop.
Der damalige Erste Bürgermeister Peter Schulz beschrieb den Bau der Siedlung 1971 wie folgt: „Mit Steilshoop werden wir einen großen Schritt auf dem Wege zur ausreichenden Versorgung mit Wohnraum vorankommen […].“

16 neue Wohnungen

Im August 2025 erweiterten wir unseren Bestand im Borchertring: Wir kauften das Nachbargebäude mit den Hausnummern 17 und 19 mit insgesamt 16 Wohnungen.

Steigender Wohlstand, technische Entwicklung und Freizeitangebote

In den 1950er-Jahren begannen die westdeutschen Wirtschaftswunderjahre, die sich bis 1972 zogen und mit der Ölkrise und der damit einhergehenden Wirtschaftskrise ein jähes Ende fanden. Die Planung der Großwohnsiedlungen unter dem Motto „Urbanität durch Dichte“ fiel genau in diese Zeit. Neue Entwicklungen, wie modulare Montagebauweisen und Hochhäuser mit bis zu zehn Stockwerken, symbolisierten auch in Steilshoop den wirtschaftlichen Aufschwung und die technische Entwicklung jener Zeit.

Eine von den „Bauherren von Steilshoop“ zu Beginn der 1970er-Jahre herausgegebene Broschüre warb damals mit den vielen Freizeitangeboten für die neuen Bewohnerinnen und Bewohner: „Wenn der Platz in den eigenen Wänden einmal nicht ausreicht, bieten Sondereinrichtungen zusätzliche Möglichkeiten. So gibt es zum Beispiel in einigen Blocks Trimm-dich-Räume, Spielwohnungen für die Kleinen oder ganze Sondergeschosse. Sie enthalten Saunen mit Sonnenterrassen, Hobby- und Bastelstuben und auch Partyräume mit Bar und Teeküche. Diese Einrichtungen wurden auf Initiative der Bauträger geschaffen. Sie stehen allen Hausbewohnern zur Verfügung.“ Die „20 u-förmig geschlossenen Wohnhöfe“ erwähnt die Broschüre als „Hauptmerkmal Steilshoops“. Vormittags an Werktagen erhielten Anwohnende in einem Informationszentrum im Gropiusring Auskunft über die Entwicklung des Stadtteils.

Wohnanlage in schwarz weiß

Neben großen Rasenflächen und Kinderspielplätzen lud auch die Bepflanzung der Innenhöfe zum Verweilen im Grünen ein

Wohnanlage

Blick auf unsere Wohnanlage im Jahr 2022

Wohnen attraktiver gestalten

Dass wir uns in den Jahren 1983 und 1984 für den Kauf der Wohnhäuser in Steilshoop entschieden, mag rückblickend überraschend sein. Schließlich wuchs die Kritik an den Großsiedlungen bereits in dieser Zeit und immer mehr Menschen verließen den Stadtteil wieder. Wir nahmen dies schon damals zum Anlass, unsere Vertreterinnen und Vertreter auf Informationsveranstaltungen über die Probleme großer Wohnanlagen zu informieren. Der Hamburger Senat versuchte Mitte der 1980er-Jahre, den Auszug aus den Siedlungen zu stoppen, indem er die geförderten Wohnungen aus der Belegungsbindung freistellte, die Mieten „einfror“ und individuelle Einkommensprüfungen nicht mehr vornahm. Dadurch stiegen die Wohnungsnachfragen für Großwohnanlagen ab 1987 wieder deutlich an.

Unsere Wohnungen im Borchertring modernisierten wir bis zum Jahr 2020 energetisch, wir tauschten Fenster aus und dämmten die Außenwände. Das führte dazu, dass sie heute zu unseren Wohnanlagen mit dem geringsten CO2-Ausstoß zählen. Wir gestalteten zudem die Eingangsbereiche sowie die Fassaden und Außenanlagen neu und setzten die Balkone instand.

 

Wohnanlage

Dank unserer energetischen Modernisierungsmaßnahmen zählt der Borchertring heute zu den Wohnanlagen mit dem geringsten CO2-Ausstoß

So lernen junge Menschen das Prinzip Genossenschaft kennen

So lernen junge Menschen das Prinzip Genossenschaft kennen

Ferienspaß im Zeltlager Adlerhorst

Jedes Jahr lädt unsere Genossenschaft Kinder und Enkelkinder unserer Mitglieder zu einer spannenden Ferienwoche im Zeltlager ein. Wir übernehmen die komplette Organisation – von der Anmeldung bis zur An- und Abreise. Die Eltern bezahlen einen Eigenanteil in Höhe von 80 Euro

In diesem Sommer ging es für 30 Kinder zwischen sieben und 13 Jahren ins rund 100 Kilometer entfernte Plön. Dort erwartete sie das Team des Zeltlagers Adlerhorst – ganz im Stil von „Harry Potter“. Schnell waren die Koffer im „Hogwarts-Express“ verstaut und das Abenteuer konnte beginnen.

Besonders schön: Drei 14-Jährige, die selbst viele Jahre als Teilnehmende dabei waren, reisten diesmal als Jungbetreuer mit. Nach einer Schulung zum Sportassistenten unterstützten sie das Betreuerteam eine Woche lang – ein toller Einstieg ins Ehrenamt!

Und auch im nächsten Jahr heißt es wieder: eine Woche ohne Eltern, aber mit ganz viel Spaß, Gemeinschaft und neuen Erfahrungen!

Die Einladungen versenden wir Ende des Jahres. Merken Sie sich schon jetzt den Termin vor:

vom Samstag, den 18. Juli 2026, bis zum Freitag, den 24. Juli 2026.

Icon Sprechblasen

Sie haben Fragen oder möchten Ihr Kind anmelden?

Sobald die Einladungen eintreffen, füllen Sie alle zugeschickten Unterlagen aus und schicken Ihre Anmeldung ausgefüllt und als PDF-Dokument bis zum 11. Januar an kinderfreizeit@schiffszimmerer.de. Bei Fragen hilft Ihnen das Team gerne weiter!

Zwei Jugendliche mit Rucksäcken

Neue Freundschaften knüpfen und jede Menge Spaß in der Natur – so lautet jedes Jahr das Motto während der Ferienwoche im Zeltlager Adlerhorst

Zukunft bei den Schiffszimmerern

Zukunft bei den Schiffszimmerern

Von der Vermietung zur Klimastrategie

„Ich hätte niemals gedacht, dass ich diesen Weg gehe“, erzählt unser ehemaliger Auszubildender Rayk Kretschmer

Im Sommer dieses Jahres hat Rayk seine dreijährige Ausbildung zum Immobilienkaufmann erfolgreich beendet und sich für eine Zukunft bei unserer Genossenschaft entschieden. Dass das einmal so sein würde, da war sich Rayk gar nicht so sicher. Denn während seiner dreijährigen Ausbildungszeit stellte er fest, dass der Beruf des Immobilienkaufmanns mit dem Schwerpunkt Vermietung doch nicht das Richtige für ihn ist. Durch Zufall lernte er länger als ursprünglich geplant die Abteilung Haustechnik kennen.

Heute arbeitet er als kaufmännischer Assistent mit dem Schwerpunkt Energiemanagement und ist überglücklich: „Ich freue mich sehr, dass ich zukünftig bei der Erstellung von Energieausweisen, der CO2-Bilanzierung und unserer Klimastrategie unterstützen kann“, berichtet Rayk. Sein nächstes Ziel ist ein berufsbegleitendes Studium des Umweltingenieurwesens.

Seine Geschichte zeigt: Ausbildung ist mehr als ein Einstieg ins Berufsleben. Sie eröffnet neue Möglichkeiten – und wir versuchen gemeinsam mit unseren Auszubildenden, den passenden Platz für sie zu finden.

Im August starteten Maya Stölting und Anabel Busack ihre Ausbildung bei uns. Worauf sie sich in den nächsten drei Jahren freuen? „Neues zu lernen und die abwechslungsreichen Aufgabenbereiche von der Vermietung bis zur Finanz- und Wohnungswirtschaft kennenzulernen“, sind sich beide einig.

Icon Fernglas

Du bist noch auf der Suche?
Wirf einen Blick auf unsere Website. Unsere Auszubildenden haben eine spannende Broschüre für deinen Weg bei uns zusammengestellt. Reinlesen lohnt sich, unter www.schiffszimmerer.de/die-schiffszimmerer/ausbildung

Portrait des Azubis Rayk Kretschmer

Rayk Kretschmer hat in diesem Jahr erfolgreich seine Ausbildung zum Immobilienkaufmann beendet und unterstützt heute bei der Erstellung von Energieausweisen und unserer Klimastrategie

Meldungen

Straßengeschichten

Illustration des Straßenschildes "Kehrwieder"

Kehrwieder

„Junge, komm bald wieder!“ Es liegt so nahe, anzunehmen, dass der Straßenname und die Ortsbezeichnung Kehrwieder und Kehrwiederspitze in der HafenCity ihren Ursprung darin hätten, dass Familien und Freunde hier in früheren Zeiten die häufig monatelang zur See fahrenden Männer mit dem innigen Wunsch „Kehr wieder!“ verabschiedet haben. Schließlich liegt die Kehrwiederspitze an der Ausfahrt aus dem Hafen. Tatsächlich trägt die langgestreckte Halbinsel den Namen Kehrwiederspitze, weil die Menschen hier einst umkehren mussten, um aus der Speicherstadt über die Brooksbrücke in die Stadt zurückzukehren. Erst seit 1880 die Niederbaumbrücke erbaut wurde, können die Bürger und Bürgerinnen direkt von der Spitze hinüber zum Baumwall gelangen.

Ein Museum geht auf die Straße

Das Museum für Hamburgische Geschichte ist bis 2028 geschlossen, weil das Haus saniert wird. Trotzdem ist jetzt hier eine Menge los. Im Angebot: spannende Führungen, das Projekt „Mein Hamburg!“, das dazu einlädt, die eigene Geschichte mit der Hansestadt zu erzählen, und die App „Auf der Spur der verschwundenen Stadt“. Mehr Infos: shmh.de/museum-fuer-hamburgische-geschichte/

Zahlen erzählen

Illustration einer Hausfassade mit Personen und Menschen, die an den Fenstern stehen

30 m²

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges verfügten Hamburgerinnen und Hamburger im Schnitt über 8,3 Quadratmeter Wohnfläche je Person, heute sind es 38,8 Quadratmeter. Die Wohnfläche pro Person stieg damit in den vergangenen Jahrzehnten um mehr als 30 Quadratmeter, ermittelte das Statistikamt Nord anlässlich des 80. Jahrestages des Kriegsendes. Ein Grund für diese Entwicklung ist die besonders starke Zunahme von Single-Haushalten in Hamburg. Zum Vergleich: In Europa leben im Schnitt 2,3 Personen in einem Haushalt, so die Eurostat-Veröffentlichung „Housing in Europe – 2024“.

Geschichte und Gegenwart

So arbeiten die
Genossenschaften zusammen

Das Hamburger Baugenossenschafts-Plakat an einer Außenwand

Hätten Sie es gewusst? Mehr als 30 Wohnungsbaugenossenschaften setzen sich in der Hansestadt für bezahlbares Wohnen ein. Mit rund 135.000 Wohnungen bieten sie mehr als 230.000 Hamburger Bürgerinnen und Bürgern und ihren Familien ein Zuhause. Die größte Wohnungsbaugenossenschaft in der Stadt ist der Bauverein der Elbgemeinden eG. Die im Jahr 1875 gegründete Allgemeine Deutsche Schiffszimmerer-Genossenschaft eG ist die älteste hamburgische Wohnbaugenossenschaft. Als lokal verwurzelte Arbeit- und bedeutende Auftraggeber für das Handwerk sind die kleineren und größeren Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor. Zudem sichern sie gemeinsam mit mehr als 1.550 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen wichtige Arbeitsplätze in der Wohnungswirtschaft und wirken mit knapp 150 Ausbildungsplätzen dem Fachkräftemangel entgegen. Bei großen Bauprojekten wie zum Beispiel in der HafenCity arbeiten die Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften auch immer wieder direkt zusammen und sorgen gemeinsam für neuen Wohnraum. Seit 1976 bündelt der Verein Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften e. V. die Aktivitäten der rund 30 Mitgliedsgenossenschaften in der Hansestadt. Aufgabe des Vereins ist es, den Austausch und die Zusammenarbeit der einzelnen Genossenschaften untereinander zu fördern und die Interessen der Mitgliedsgenossenschaften nach außen zu vertreten. Stellvertretend für alle Vereinsmitglieder steht der Verein im kontinuierlichen Dialog mit Politik, Wirtschaft und den Medien. Die Vorstände aus derzeit fünf Mitgliedsgenossenschaften bilden ehrenamtlich den Vorstand des Vereins. Der Verein ist übrigens auch Herausgeber der „bei uns“, die Sie seit Jahrzehnten vierteljährlich über Hamburg, über Stadtentwicklung, Wohnen und die Genossenschaften informiert.

Unsere Mitbewohner

Reismehlkäfer

Woher stammt er?

Ursprünglich vor allem in Südostasien beheimatet, hat sich der Vorratsschädling inzwischen weltweit verbreitet. Die 2 bis 6 Millimeter langen Insekten sind oval geformt und haben schwarze bis rotbraune Flügeldecken.

Wie kommt er ins Haus? 

Häufig mit dem Einkauf! Ob Mehl, Reis, Nudeln, Hülsenfrüchte, Nüsse oder Tierfutter – es kann passieren, dass die Waren bereits im Laden mit Larven oder Eiern kontaminiert waren. Der Schädling frisst sich durch die Vorräte, verunreinigt sie mit Kot, Spinnfäden, Puppenhüllen und hinterlässt sie verklumpt, zum Teil rosa verfärbt und muffig riechend.

Wie werde ich ihn los?

Befallende Lebensmittel müssen vollständig entsorgt werden, dann die Schränke nach Käfern, Larven und Puppen absuchen und die Regale gründlich reinigen.

Wie kann ich vorbeugen? 

Werfen Sie einen prüfenden Blick auf Einkäufe, Warnsignal sind angefressene Verpackungen. Lagern Sie Ihre Lebensmittel kühl und trocken, Mehl, Nudeln & Co. am besten in gut verschließbaren Behältern. Plus: Ein regelmäßiger Check gemäß der FiFo-Strategie („first-in, first-out“) ist sinnvoll.

Gut informiert

Hamburg wird digitaler

Perso mit Superkräften

Online-Ausweisfunktion? Eine gute Idee! Den Wohnsitz nach dem Umzug ummelden, ein Führungszeugnis beantragen, Rentenpunkte einsehen, Elterngeld beantragen oder das Kfz zulassen: Das alles ist mit der Online-Ausweisfunktion digital möglich. Wer sie nutzt, kann sich viele Behördengänge sparen. Die Einrichtung auf dem Smartphone sowie das Anlegen eines Service- oder Bund-ID-Kontos ist von zu Hause aus möglich. Alle Infos: hamburg.de/service

Zu kompliziert? Die Digital-Lotsen in den verschiedenen Standorten von „Hamburg Service vor Ort“ unterstützen Sie dabei, den Online-Ausweis freizuschalten, und beantworten alle Ihre Fragen rund um die digitale Verwaltung – einfach den Personalausweis und Smartphone mitbringen! Wo und wann Sie die Digital-Lotsen vor Ort treffen können, erfahren Sie hier: hamburg.de/service/digital-lotsen

Frau mit Handy

Heizen und lüften

Warm und gemütlich

Energiekosten sparen und mit perfektem Raumklima die Wohnung vor
Schimmel schützen – so geht es!

Katze auf einem Heizkörper

1

Die Temperatur

Richtig ist: Das Heizen verursacht einen immer größeren Anteil an den Nebenkosten. Richtig ist aber auch: Falsches Sparen kann die Schimmelbildung befördern. Wie gelingt die Balance? Indem Sie die Temperatur in Wohnräumen bei etwa 20 Grad konstant einregulieren (Thermostatventil auf 3). Jedes Grad mehr bedeutet rund 6 Prozent mehr Heizenergieaufwand! Unter 18 Grad sollte die Temperatur jedoch nie sinken – auch nicht im Schlafzimmer. Wichtig: Vorhänge oder Möbel direkt vor den Heizkörpern vermindern die Wärmeabstrahlung. 

2

Die Luftfeuchtigkeit

Wie entsteht Schimmel? Ist die Wandoberfläche mehr als 5 Grad kälter als die Innenraumtemperatur, kann sich bei hoher Raumluftfeuchte bereits Schimmel auf der Wand bilden. So vermeiden Sie den Ärger: Die Luftfeuchtigkeit sollte nicht über 60 Prozent liegen (messbar mit einem Hygrometer), sonst droht in Ecken und hinter Schränken Schimmel. Ursachen zu hoher Luftfeuchte können sein: Zimmerpflanzen, Wasserdampf aus Küche und Dusche sowie Wäschetrocknung – und unzureichendes Lüften. Wichtig ist zudem, dass die Luft gut in den Räumen zirkulieren kann; Möbel stehen am besten mit fünf Zentimeter Abstand zur Wand.

3

Das Lüften

Das A und O fürs gute Raumklima! Beim Lüften ist es wichtig, immer für einen kompletten Luftaustausch zu sorgen – das bekannte „Stoßlüften“ mit weit geöffneten Fenstern mehrmals täglich für etwa 5 Minuten (mit Durchzug) oder 10 Minuten (ohne Durchzug). Die Heizung wird in dieser Zeit abgestellt. Besonders im Winter sind dauerhaft gekippte Fenster komplett zu vermeiden. Bei allen Fragen rund ums Raumklima wenden Sie sich gerne an Ihre Genossenschaft! 

Mehr Teilhabe

Freier Eintritt

Der Verein KulturLeben Hamburg e. V. sorgt dafür, dass Kultur für alle da ist

Aussenansicht des deutschen Schauspielhauses

Ein Konzert besuchen, gemeinsam ins Theater oder ins Museum gehen – was für viele Hamburger und Hamburgerinnen selbstverständlich klingt, können sich immer mehr Menschen in unserer Stadt nicht leisten: Kultur live erleben. Der Verein KulturLeben Hamburg engagiert sich seit 2011 dafür, Kultur für alle Menschen in Hamburg zugänglich zu machen. Mit der Unterstützung von inzwischen mehr als 450 Partnern aus dem Kultur- und Sozialbereich vermittelt das Team kostenfreie Kulturplätze (u. a. für Museen und Theater) an Menschen mit geringem Einkommen – Angebote für Kinder und Jugendliche gibt es natürlich auch. Und weil Kultur Begegnung ist, gilt bei einer Kartenvermittlung immer: Die Begleitung ist mit eingeladen. Wie kann man KulturGast werden? Alle Infos dazu finden Sie auf: kulturleben-hamburg.de, oder Sie nutzen die kostenfreie Telefonnummer 0800/0 18 01 05 – immer Montag bis Donnerstag zwischen 14:30 und 17:30 Uhr und am Freitag zwischen 10 und 12 Uhr erreichbar.

Kreativität

MakerLab

In der Zentralbibliothek der Bücherhallen am Hühnerposten können Sie kreative Ideen umsetzen. Im MakerLab stehen Geräte wie 3D-Drucker, Lasercutter, Plotter, Näh- und Stickmaschinen für eigene Projekte zur Verfügung. Neben offenen Werkstattzeiten gibt es angeleitete Workshops und Führerschein-Kurse, die dazu befähigen, die Geräte alleine und selbstständig zu bedienen. Mit Anmeldung, Eintritt frei, Kinder unter 16 Jahren nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigten. Mehr Infos und Termine: buecherhallen.de

Sortiment der MakerLab-Werkstatt, unter anderem 3D-Drucker und Lasercutter

SO FUNKTIONIEREN GENOSSENSCHAFTEN

SO FUNKTIONIEREN

GENOSSENSCHAFTEN

Prinzip Solidarität

Wir haben Vertreterinnen und Vertreter von Aufsichtsräten, Vorständen und Mitgliedervertretungen von Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften befragt. Sie erzählen, wie sie zur Genossenschaft gekommen sind, was sie an dieser Form des Wirtschaftens besonders wertschätzen – und welche Herausforderungen sie sehen

Zwei Buchstaben mit großer Wirkung: eG! Sie stehen für „eingetragene Genossenschaft“ – ein wirtschaftlicher Zusammenschluss, der nicht nach maximalem Gewinn, sondern nach maximalem Nutzen für seine Mitglieder strebt. Diese großartige Idee ist rund 175 Jahre alt ist. Mitte des 19. Jahrhunderts wurden in Deutschland die ersten Einkaufsgenossenschaften gegründet. Damit wollte man in Krisenzeiten Versorgungslücken überbrücken – mithilfe des basisdemokratischen Prinzips von Selbsthilfe, Selbstverwaltung und Selbstverantwortung. Das genossenschaftliche Motto „Gemeinsam etwas erreichen, was alleine nicht möglich wäre“ gilt bis heute, selbstverständlich auch für die über 30 Wohnungsbaugenossenschaften in der Hansestadt. Annette Noch, Aufsichtsrätin bei der Hamburger Lehrerbau-Genossenschaft eG, beschreibt die Grundidee anschaulich: „In einer Genossenschaft sind alle ein kleines bisschen Eigentümer. Wir müssen nicht „schlucken“, was ein Eigentümer uns serviert, sondern unsere eigenen Ideen und Erfahrungen sind gefragt, um unser Lebensumfeld mitzugestalten.“

„Unser gemeinsames Handeln dient einzig allein einem Zweck: gutes Wohnen für alle Generationen!“

NIKLAS MORITZ-SCHMIDT, Aufsichtsrat Hamburger Lehrer-Baugenossenschaft eG

Damit das in der Praxis funktioniert, gibt es Regeln, wie das gemeinschaftliche Wirtschaften organisiert ist. So besteht eine Genossenschaft immer aus drei Organen: dem Vorstand, dem Aufsichtsrat und der Generalversammlung, in der sich die Gesamtheit der Mitglieder von ihren gewählten Vertretern und Vertreterinnen repräsentieren lässt. Fragt man bei den ehrenamtlich Engagierten nach, berichten sie unisono, dass das Vertreteramt zeitlich und organisatorisch „absolut machbar“ sei – das Wichtigste sei ein grundlegendes Interesse, ein offenes Ohr und die Bereitschaft, an der General- oder auch Mitgliederversammlung teilzunehmen. Denn dort wählen die Vertreter und Vertreterinnen den Aufsichtsrat, der in unserer Genossenschaft eine Vergütung erhält. Der Aufsichtsrat wiederum bestimmt den Vorstand, der das operative Geschäft übernimmt.

„Unsere Genossenschaft ist weit mehr als eine Wohnung – sie ist ein Zuhause voller Gemeinschaft.“

THOMAS SPEETH, Vorstand bei der Schiffszimmerer-Genossenschaft eG

Der Aufsichtsrat begleitet die Vorstände dabei kritisch-konstruktiv, überprüft Zahlen und Strategien und bringt die Perspektive der Mitglieder ein. „Diese Nähe zur Basis macht die Aufgabe besonders – man spürt, dass Entscheidungen ganz konkret etwas für Menschen bewirken“, sagt Meike Grimm, Mitglied des Aufsichtsrats bei der Schiffszimmerer-Genossenschaft eG. „Es geht darum, die Interessen der Mitglieder zu berücksichtigen und gleichzeitig verantwortungsvoll für die Genossenschaft zu entscheiden“, ergänzt Kerstin Meinrenken, Aufsichtsrätin bei der Walddörfer Wohnungsbaugenossenschaft eG. Und wie wird man Aufsichtsrat? Meike Grimm: „In der ,bei uns‘ habe ich einen Aufruf gelesen, dass neue Mitglieder des Aufsichtsrats gesucht werden. Daraufhin habe ich für mich abgewogen, ob ich die Aufgaben fachlich bewältigen, die Pflichten zeitlich erfüllen, rechtliche Vorschriften beurteilen und auch das Haftungsrisiko tragen kann. Anschließend habe ich mich in der Vertreterversammlung vorgestellt und für das Amt zur Wahl gestellt.“ Rüdiger Dindorf, Aufsichtsratsmitglied bei der Baugenossenschaft Hamburger Wohnen eG, berichtet: „Das Wohnen in der Genossenschaft hat schon meine Kindheit geprägt. Seither sehe ich die Genossenschaft als sinnvolle Gesellschaftsform, die soziales Wohnen ermöglicht. Im Aufsichtsrat kann ich dazu beitragen, dass wir dies lange erhalten. Ich kann mich tiefer in die Themen einarbeiten, den Vorstand bei seinen Entscheidungen unterstützend reflektieren und mein Wissen als Maschinenbaumeister sowie Betriebswirt einbringen.“

„Die große Aufgabe ist es, bezahlbares Wohnen und Klimaneutralität zusammenzubringen.“

SÖNKE SELK, Vorstand Baugenossenschaft Hamburger Wohnen eG

Gruppenfoto des Aufsichtsrates der Schiffszimmerer

Unser Aufsichtsrat: stehend v.l.n.r: Sonja Meersmann, Dirk Burmester, Britha Krause, Dr. Yannick Saalberg, Arne Brügmann, Anita Winkler-Bondartschuk; sitzend v.l.n.r: Oliver Thiele-Lorenzen, Meike Grimm, Dan Stieper

Tatsächlich gibt es Aufgaben, die alle Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften in den kommenden Jahren stark fordern werden. „Die Erreichung der Klimaziele gehört ganz klar dazu“, sagt Matthias Saß, Vorstand bei der Schiffszimmerer-Genossenschaft eG. „Wir stehen vor der großen Aufgabe, unseren Gebäudebestand energetisch zu modernisieren. Gleichzeitig müssen wir darauf achten, dass unsere Mitglieder weiterhin bezahlbar wohnen können.“ Matthias Saß ist überzeugt: „Wenn wir diese Herausforderungen gemeinsam anpacken, mit dem starken Gemeinschaftsgeist, der unsere Genossenschaft schon immer ausgezeichnet hat, dann werden wir auch diese Aufgabe erfolgreich meistern.“ Sandra Koth, Vorständin bei der Baugenossenschaft Hamburger Wohnen eG, empfindet ihre Tätigkeit gerade aufgrund der vielfältigen Herausforderungen als so sinnhaft: „Mit unserer Arbeit schaffen wir echten Mehrwert. Als Baugenossenschaft gestalten wir viele Themen von gesellschaftlicher Bedeutung aktiv mit. Sie reichen von der Bestandsverwaltung und dem sozialen Miteinander bis hin zu zukunftsweisenden Themen wie Klimaschutz und der Entwicklung ganzer Quartiere. Gerade diese Vielfalt macht unsere Arbeit spannend und verdeutlicht, wie sehr unsere Entscheidungen das Leben der Menschen beeinflussen.“

„Mich begeistert das genossenschaftliche Prinzip des solidarischen Miteinanders“

ANN-KATHRIN TIMME, Aufsichtsrat Baugenossenschaft Hamburger Wohnen eG

Vertreterin registriert sich online auf der Vertreterversammlung

Eine Vertreterin registriert sich vor der Vertreterversammlung – es ist ihre Aufgabe, dort die erforderlichen Beschlüsse zu fassen

Gut erklärt

Das Genossenschafts-Prinzip

1. Die gewählten Vertreterinnen und Vertreter treffen auf der Versammlung Grundsatzentscheidungen der Genossenschaft und wählen den Aufsichtsrat.

2. Der Aufsichtsrat bestimmt den Vorstand und berät und kontrolliert den Vorstand im Sinne der Mitglieder und der Satzung.

Die gewählten Vertreterinnen und Vertreter treffen auf der Versammlung Grundsatzentscheidungen der Genossenschaft und wählen den Aufsichtsrat.

Das Genossenschafts-Prinzip

Der Aufsichtsrat bestimmt den Vorstand und berät und kontrolliert den
Vorstand im Sinne der Mitglieder und der Satzung.

Grafik des Kreislaufs "Das Genossenschaftsprinzip"

3. Alle fünf Jahre ist die Vertreterwahl. Jedes Genossenschaftsmitglied hat eine Stimme, unabhängig von der Höhe seines Anteils.

4. Der Vorstand bildet die Geschäftsführung einer Genossenschaft und bestimmt somit das operative Geschäft.

Alle fünf Jahre ist die Vertreterwahl. Jedes Genossenschaftsmitglied hat eine Stimme, unabhängig von der Höhe seines Anteils.

Der Vorstand bildet die Geschäftsführung einer Genossenschaft und bestimmt somit das operative Geschäft.

Info

Mitmachen in unserer Genossenschaft – so geht’s!

Mitbestimmen:

Lassen Sie sich zur Vertreterin oder zum Vertreter wählen. Mit Ihrer Stimme auf der Vertreterversammlung bleibt unsere Genossenschaft handlungsfähig.

Mitsprechen:

Sie möchten noch tiefer einsteigen? Im Aufsichtsrat können Sie den Vorstand beraten und begleiten – und so Einblicke in die Arbeit unserer Genossenschaft gewinnen.

Gestalten:

Engagieren Sie sich freiwillig. Entwickeln Sie Angebote für die Nachbarschaft. Möglichkeiten gibt es viele: Osterfeuer, Flohmarkt, Tagesausflüge ins Museum, Bastelnachmittage, Fahrradwerkstatt. Sie benötigen Unterstützung bei der Umsetzung? Unser Team im Quartiers- und Freiwilligenmanagement hilft gerne.

Mitgliederbeteiligung:

Sie können sich bei kleineren Projekten einbringen, die das Miteinander und das Wohnumfeld bereichern – zum Beispiel bei der Gestaltung von Außenanlagen, Spiel- oder Sportplätzen oder bei der Einrichtung eines Gemeinschaftsraums. So tragen Sie dazu bei, dass unsere Genossenschaft noch lebenswerter wird. Die Planung von Neubauprojekten oder bauliche Entscheidungen sind hingegen Aufgaben des Vorstands und fallen nicht in den Bereich der Mitgliederbeteiligung.

Alle Rechte und Pflichten der Mitglieder können Sie in der Satzung nachlesen unter
schiffszimmerer.de/mitglieder/formulare-und-publikationen

Energie sparen und Kosten senken

Digitale Heizungsanlagen

Im November starten wir in den Wohnanlagen Moorkamp, St. Georg IV, Böckelweg, Kranzhaus, Eilbek IV, Alsterredder, Marmorweg, Bergstedt II und Schnelsen II mit einem Pilotprojekt.

Sie kennen das Spiel: Draußen wird es kalt, also drehen Sie die Heizung auf Stufe 3. Zum Stoßlüften ganz kurz auf 0 – danach wieder hoch. So bleibt es angenehm warm in Ihrer Wohnung.

Damit diese Wärme zuverlässig bei Ihnen ankommt, arbeitet im Keller eine große Heizungsanlage. Sie erzeugt aus Gas, Fernwärme oder erneuerbaren Energien die nötige Wärme. Unsere Hausverwalter kontrollieren diese Anlagen regelmäßig, damit alles reibungslos funktioniert.

Künftig soll dabei digitale Technik helfen: Eingebaute Sensoren überwachen die Heizungsanlagen rund um die Uhr. Sie melden nicht nur sofort, wenn etwas nicht stimmt, sondern auch, ob und wie sich das Heizverhalten verändert oder wenn die Anlage mehr Energie verbraucht, als benötigt wird.

Das hat Vorteile: Wir können schneller reagieren und den Energieverbrauch optimieren. Erfahrungen anderer Projekte zeigen, dass sich der Energieverbrauch um bis zu 15 Prozent reduzieren lässt – ohne dass es in den Wohnungen kälter wird.

Um die Vielfalt unserer Gebäude und Heizsysteme (Fernwärme, Gas, zentrale und dezentrale Warmwasserversorgung) zu berücksichtigen, haben wir zehn unterschiedliche Heizungsanlagen für das Pilotprojekt ausgewählt.

Dieses läuft zunächst ein Jahr. Denn erst nach einer vollständigen Heizsaison können wir überprüfen, ob wir die gewünschten Ergebnisse erzielen.

Wenn das Projekt erfolgreich ist, stellen wir nach und nach auch die restlichen Wohnanlagen um. Sie können schon jetzt etwas tun: Tipps zum Energiesparen, die gleichzeitig Geldbeutel und Gesundheit schonen, finden Sie in unserem Artikel „Warm und gemütlich“.

Icon Lupe

Gewusst wie: Auf unserer Website finden Sie weitere wertvolle Tipps zum richtigen Heizen und Lüften.

Zwei Männer kontrollieren die Heizungsanlage

Digitale Technik soll zukünftig bei der Kontrolle der Heizungsanlagen unterstützen. Mit dem Ziel, weniger Energie zu verbrauchen und die Heizkosten zu senken

Klare Worte

„Bezahlbares Wohnen bleibt möglich, wenn Rahmenbedingungen stimmen“

Portrait Karen Pein, Senatorin in der Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen

Karen Pein, Senatorin in der Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen

2025 wurde von den Vereinten Nationen zum Jahr der Genossenschaften ausgerufen. Die älteste Wohnungsbaugenossenschaft Hamburgs – die Schiffszimmerer-Genossenschaft – feierte jüngst ihr 150-jähriges Bestehen. Über die Bedeutung der Genossenschaftsidee und ihr Wirken in die Gesellschaft spricht Stadtentwicklungs-Senatorin Karen Pein.

Welche Bedeutung haben die Wohnungsbaugenossenschaften für die Hansestadt Hamburg heute?

Hamburgs Wohnungsbaugenossenschaften sind neben der städtischen SAGA zentrale Akteure für bezahlbaren Wohnraum: Jede siebte Wohnung, darunter jede dritte Sozialwohnung, gehört ihnen. Sie sichern bezahlbaren Wohnraum und stärken den sozialen Zusammenhalt in den Quartieren. Das breite Spektrum an Genossenschaften – von großen Traditionsgenossenschaften bis zu Kleingenossenschaften und genossenschaftlichen Baugemeinschaften – ist ein großer Schatz für unsere Stadt. 2024 lag die durchschnittliche Nettokaltmiete im geförderten Genossenschaftsbestand bei 7,11 Euro/m², für ungebundene Wohnungen bei 7,83 Euro/m².

„Was einer allein nicht schafft, das schaffen viele“, ist das Motto, für das die knapp 240.000 Genossenschaftsmitglieder der Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften stehen. Inwiefern kann das Vorbild auch für andere Bereiche der Gesellschaft sein – und braucht es mehr solchen organisierten Zusammenhalt in diesen Zeiten?

Mit ihrem nicht gewinnorientierten Prinzip des sozialen und nachhaltigen Wohnens spielen Genossenschaften eine wichtige Rolle. Sie fördern Gemeinschaft, verhindern soziale Isolation und bieten barrierefreies Wohnen, sodass Menschen länger in ihrem Quartier bleiben können. Deshalb wünsche ich mir mehr solcher genossenschaftlicher Projekte. Zwar sind kleine Genossenschaften nicht die alleinige Antwort, können aber – gerade in neuen Quartieren – engagierte Gemeinschaften bilden, die auch in die Nachbarschaft wirken.

Um Herausforderungen wie hohe Baukosten und Grundstückspreise aufzufangen, bietet unser Förderprogramm für kleingenossenschaftliche Baugemeinschaften eine passgenaue Unterstützung. Zudem vergeben wir einige städtische Grundstücke nur an Baugemeinschaften. Kleingenossenschaftliche Baugemeinschaften brauchen oft individuelle Unterstützung. Daher prüfen wir, ob sich die Stadt an der Gründung einer Dachgenossenschaft beteiligen könnte, die solche Projekte gezielt unterstützt. Hier gibt es noch offene Fragen, u. a. im Hinblick auf Zielgruppen, Art der Unterstützung (einmalig oder dauerhaft). Ziel ist ein ergänzender Baustein für besondere gemeinschaftliche Projekte, nicht eine Konkurrenz zu bestehenden Genossenschaften.

Inwiefern setzen Sie sich für den sozialen Wohnungsbau, für den die Genossenschaften stehen, ein?

Unseren bisherigen Erfolg – über 100.000 Wohnungen seit 2011 – wollen wir auch bei schwieriger Marktlage fortsetzen. Deshalb haben wir die Wohnraumförderung ausgeweitet: 2025/26 stehen rund 1,8 Milliarden Euro für jährlich mindestens 3.000 geförderte Neubauwohnungen in drei Förderwegen bereit. Wir haben die Programmzahlen zudem auf etwa 15.000 Modernisierungen und 1.300 Sozialbindungen im Bestand gesteigert.

Bei den Baukosten haben wir ebenfalls einen entscheidenden Schritt gemacht: Mit dem Hamburg-Standard im Rahmen der „Initiative kostenreduziertes Bauen“ machen wir Bauen günstiger und schneller. Pilotprojekte, auch von Genossenschaften, zeigen, dass bezahlbares Wohnen möglich bleibt, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.

Was wünschen Sie den Genossenschaften (und sich?) für die Zukunft?

Ich würde mich freuen, wenn die Baugenossenschaften weiterhin ihr Engagement für neuen Wohnraum entschlossen fortführen – trotz der großen Herausforderungen (Sanierung älterer Bestände, Austausch von Heizungsanlagen, Einbau von Wärmepumpen etc.). Sie schaffen Wohnraum, fördern Gemeinschaft, stabilisieren den Mietenspiegel und setzen wichtige Impulse im Neubau. Es ist gut, dass wir die Genossenschaften beim „Bündnis für das Wohnen“ an Bord haben, und ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit.

Service

Nummern für alle Fälle

Ob praktische Hilfe oder freundlicher Beistand:
Diese Kontakte bieten Unterstützung

Silbernetz

Über 60 Jahre alt und niemand da zum Reden? Im Silbernetz finden Sie täglich von 8 bis 22 Uhr Kontakt, kostenlos unter 0800/7 02 22 40

Telefonseelsorge

Angst, Trauer, Einsamkeit oder Ungeklärtes – ein offenes Ohr und Unterstützung in schwierigen Lebenslagen bieten die ausgebildeten Ehrenamtlichen der Telefonseelsorge rund um die Uhr, kostenlos unter 0800/1 11 01 11, 0800/1 11 02 22 oder 0800/11 61 23

HVV-Heimwegtelefon

Mulmiges Gefühl auf dem Heimweg? Geschulte Ehrenamtliche begleiten Sie am Telefon, von Sonntag bis Donnerstag von 21 Uhr bis Mitternacht, freitags und sonnabends von 21 Uhr bis 3 Uhr morgens, kostenlos unter 0800/46 48 46 48

Pfoten-Buddies

Mit der Haustierhilfe bietet der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) älteren oder erkrankten Menschen Unterstützung bei der Versorgung ihrer Haustiere an. Kontakt über die ASB Zeitspender-Agentur: 040/25 33 05 04

Nummer gegen Kummer

Eltern sein ist manchmal ganz schön schwer! Telefonische Beratung, montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr, dienstags und donnerstags bis 19 Uhr. Kostenlos unter: 0800/1 11 05 50

QplusAlter

Gruppenfoto "Projekt QplusAlter"Franziska Leidreiter leitet das Projekt QplusAlter der Evangelischen Stiftung Alsterdorf.

Frau Leidreiter, für wen ist QplusAlter gedacht?
Wir beraten Menschen ab 65 Jahren in Bergedorf, Hamburg-Nord, Eimsbüttel und Wandsbek. Die zehn hauptamtlichen Lotsen und Lotsinnen (oben im Bild) der Evangelischen Stiftung bringen viel Wissen und Erfahrungen mit: aus Pflege, Quartiersarbeit, Sozialpädagogik, Gesundheitsförderung und Heilerziehungspflege sowie in der Arbeit mit demenziell veränderten und psychisch erkrankten Menschen. Neu ist: Wir beraten auch auf Englisch, Italienisch, Spanisch und Türkisch.

Wie genau kann mir die Lotsin oder der Lotse weiterhelfen?
Beim Älterwerden tauchen viele Fragen auf: Wie geht es nach einem Krankenhausaufenthalt weiter? Wie finde ich die passenden Hilfen? Wie kann ich Kontakte knüpfen? Was bietet mein Stadtteil? Was kann ich tun, wenn ich mich um meine Angehörigen oder eine Nachbarin sorge? Das Team berät die Menschen dazu, wie sie eine passende Unterstützung für sich organisieren können. Die Lotsen führen persönliche Gespräche und erkunden gemeinsam, wie die Menschen leben möchten und was ihnen wichtig ist. Es geht um unterschiedliche Themen: um den Alltag, die Gesundheit, den Ausbau von Kontakten, Unterstützungsformen und Pflege oder auch, wie alles finanziert werden kann. Die Lotsen und Lotsinnen unterstützen auch dabei, die Ideen umzusetzen.

Was muss ich tun, um beraten zu werden?
Wir beraten am Telefon, kommen zu den Menschen nach Hause oder treffen uns mit ihnen im Stadtteil. Es gibt regelmäßige Sprechstunden, z. B. in Kirchengemeinden oder Nachbarschaftstreffs. Die Beratungen sind kostenfrei. Wenn Sie sich beraten lassen möchten, rufen Sie einfach an und vereinbaren einen Termin.

Unsere Rufnummern:
Bergedorf: 0 40/50 77 33-55, Eimsbüttel: 040/507733-53,
Hamburg-Nord: 040/507733-54, Wandsbek: 040/507733-58

Hamburg grafisch

Tourismus
in der Hansestadt

Wissenswertes über das „Tor zur Welt“

Eine illustrierte Collage eines Koffers und einzelnen Elementen, die alle für Hamburg stehen. Dazu beinhaltet das Motiv kleine Texte mit Erklärungen und spannenden Fakten über Hamburg.

Schöne Töne

9x

Musik liegt in der Luft

Klangvolles rund ums Fest

Buchcover "Ritter Rost und der Yeti"

Oschneemine

Ein Yeti bedroht das Volk der Schneemänner! Als Ritter Rost davon hört, würde er sich am liebsten unter der Bettdecke verstecken. Doch Burgfräulein Bö und der Drache Koks sind sich einig: Den Schneemännern muss geholfen werden. Gemeinsam kommen sie dem geheimnisvollen Schneemonster bald auf die Schliche. „Ritter Rost und der Yeti“, ein winterliches Musical- und Mitmachbuch mit CD, Annette Betz Verlag.

Logo Komponistenquartier Hamburg

Brahms statt Wham

Sie haben genug von „Last Christmas“? Vielleicht ist dann ein Besuch im KomponistenQuartier, kurz KQ, in der Neustadt etwas für Sie. Brahms, Telemann, Mendelssohn: Viele bedeutende Komponisten haben in Hamburg gelebt und gewirkt. Im KomponistenQuartier können kleine und große Besucher und Besucherinnen die Musikgeschichte der Stadt mit modernsten Medien vor einer historischen Kulisse kennenlernen, Infos: komponistenquartier.de

Buchcover "Sounds of Hamburg"

Hommage an die Musikszene

Wer lieber gemütlich auf dem Sofa schmökern möchte, kann „Sounds of Hamburg“ (Junius Verlag) zur Hand nehmen. Alf Burchardt und Bernd -Jonkmanns erzählen auf knapp 300 Seiten mit über 500 Farbabbildungen von sechs Jahrzehnten (1960 bis 2020) Musikgeschichte in der Hansestadt: vom Barmbeker Jungen Bert Kaempfert über die Hamburger Schule mit Blumfeld und Tocotronic bis Hip-Hop und zur Rapperin Haiyti. Ein liebevoll gestaltetes Kompendium.

Zwei Reggae-Musiker auf der Bühne in der Fabrik

Groove statt Gans

Für alle, die Heiligabend Lust auf Feiern haben – aber eben anders: Am 24. Dezember sorgt die Fabrik in Altona ab 20 Uhr mit der „X-mas Reggae Show“ für beschwingte Stunden. Getanzt wird zu Reggae-, Dancehall- und Dub-Beats, dargeboten von erstklassigen Live-Acts, Infos: fabrik.de

Gruppenbild des Volkalensemble Art’n’Voices

Berührende Klangwelt

Das Volkalensemble Art’n’Voices aus Danzig gibt am 3. Dezember mit „Christmas at Sea“ sein Debüt in der Elbphilharmonie und präsentiert weihnachtlichen A-cappella–Gesang, Infos: elbphilharmonie.de

Bühnenaufnahme der singenden Darstellerin.

X-mas auf Platt

„De Ohnsorg-Wiehnachtsshow – Alle Jahre wieder“ bringt plattdeutschen Humor, Musik und besinnliche Geschichten auf die Bühne. Caroline Kiesewetter moderiert, singt und erzählt, begleitet von einem spielfreudigen Ensemble, vom 4. bis 7. Dezember, Infos: ohnsorg.de

Nachtaufnahme der Eisarena

Clubnight on Ice

In der EisArena inmitten von Planten un Blomen läuft immer Musik (Charts). Aber jeden Freitag und Samstag findet hier die Club Night statt. Ab 19 Uhr dreht ein Live-DJ die Lautsprecher auf, Infos: eisarena-hamburg.de

Kinoleinwand auf der "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" läuft, sowie dadrunter das zugehörige Orchester.

Filmklassiker

Der Kultfilm gehört für viele zum Fest wie Plätzchenbacken und die geschmückte Tanne. Am 21. und 28. Dezember wird in der Laeiszhalle der Märchenfilm „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ auf Großleinwand gezeigt – begleitet von einem Live-Orchester, das Karel Svobodas Filmmusik synchron zum Bild spielt. Mehr weihnachtliche Konzerte in der Laeiszhalle: „Swinging Christmas“, „Nordische Weihnacht“, „Winter Wonderland“, „Nussknacker – das Familienkonzert“ und mehr, Infos: elbphilharmonie.de/de/laeiszhalle

Gruppenfoto mit der Sängerin Helene Blum und den namentlich erwähnten Musikern im Text.

Skandi-Folk

Mit ihrem Programm „Nordic Christmas“ holen die Sängerin Helene Blum und der Geiger Harald Haugaard – unterstützt von weiteren großen Namen der skandinavischen Folkszene wie Oskar Reuter und Tiril Eirunn Einarsdotter – die besondere Atmosphäre des nordischen Winters in den Konzertsaal. Am 18. Dezember in der „Elphi“, Infos: elbphilharmonie.de

Digitales Kreuzworträtsel

"Hamburg"-Kalender

Jetzt darf gerätselt werden! Und wer die Lösung findet, hat die Chance auf einen von fünf Kalendern „Hamburg aus den Wolken“ mit spektakulären Perspektiven auf die Hansestadt. 

Viel Vergnügen beim Miträtseln!

So nehmen Sie teil:
1. Das Rätsel komplett ausfüllen
2. Über den anschließend eingeblendeten Link das Lösungswort angeben.

Einsendeschluss ist der 22.12.2025

DESWOS

Ein kleiner Beitrag mit großer Wirkung

Danke, dass uns alle bereits seit 150 Jahren die gleiche Idee eint: gemeinsam mehr zu erreichen als allein.

Das wünschen wir uns auch für unser Spendenprojekt im Jubiläumsjahr. Bis zum Ende des Jahres sammeln wir für den Bau eines Bildungszentrums in Tansania. Rund 7.800 Euro fehlen uns noch zum Ziel.

Helfen Sie uns, damit der Verein „Deutsche Entwicklungshilfe für soziales Wohnungs- und Siedlungswesen e. V.“ unter anderem neue Klassenräume, eine Bibliothek und eine kleine Mensa errichten kann.

240 Kindern
Zukunft schenken:

Details zur Aktion und die Möglichkeit
zum Spenden finden Sie hier

Schulklasse mit Lehrern in Tansania vor der Schule winken und lächeln in die Kamera