Herbst 2026
Pilotprojekt bei der
Schiffszimmerer-
Genossenschaft:
Maurice Brewitz studiert
dual Architektur
Pilotprojekt bei der
Schiffszimmerer-
Genossenschaft:
Maurice Brewitz studiert
dual Architektur
Unsere Titelthemen
So bilden die
Genossenschaften aus
Energetische Modernisierung – eine Mammutaufgabe
Auf in den Hafen
und die Natur!
Liebe Mitglieder,
wir begrüßen Sie herzlich zur Herbst-Ausgabe der „bei uns“! Was wäre Hamburg ohne die Elbe? Wir haben Tipps für Ausflüge in den Hafen und in die einzigartige Auenlandschaft der Elbinseln zusammengestellt. Des Weiteren informieren wir Sie über die Änderungen des Hamburgischen Wohnraumschutzgesetzes und über barrierefreie Kultureinrichtungen.
Die Titelgeschichte widmen wir dem wichtigen Thema „Berufsausbildung in den Wohnungsbaugenossenschaften“. Wir haben dafür Azubis auf der Ausbildungsmesse vocatium besucht, beim Azubiday vorbeigeschaut und mit der Berufsschullehrerin Yvonne Zippert über den Einsatz von KI gesprochen. Den 23 angehenden Immobilienkaufleuten, die in diesem Jahr ihre Ausbildung bei den Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften beginnen, wünschen wir einen erfolgreichen Start!
Bleiben Sie gesund, und genießen Sie die Herbstsonne, wann immer es möglich ist!
Anna Lietz, Julia Eble & Andreas Friedemann
Redaktionsteam „bei uns“ redaktion@schiffszimmerer.de
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Ab sofort verschicken wir eine Printausgabe der „bei uns“ nur noch auf Wunsch. Sie möchten wieder blättern? Schicken Sie uns eine Nachricht an redaktion@schiffszimmerer.de oder rufen Sie an unter 040 63800-165.
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Inhalte dieser Ausgabe
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Hamburger grün
Binnendelta: An der Bunthäuser Spitze teilt sich der Elbstrom in Norder- und Süderelbe
Absolute Spitze
Einzigartig in Europa: Die Tideauen speichern Wasser, bieten Rückzugsräume für Tiere und tragen zur biologischen Vielfalt bei
Auf einer Länge von 15 Kilometern umschließen die beiden Elbarme die Stadtteile Wilhelmsburg, Veddel, Kleiner Grasbrook und Steinwerder. Die Norderelbe fließt an Kaltehofe, Rothenburgsort, der HafenCity und den St.Pauli-Landungsbrücken vorbei, die Süderelbe an Harburg, Altenwerder und Moorwerder entlang. Am Köhlbrand (bei den Terminals Burchardkai und Tollerort) treffen die Elbarme wieder zusammen.
Die Elbinseln sind nicht nur ein Industriestandort und dicht besiedeltes Stadtgebiet, sondern es befindet sich hier auch eine einzigartige Naturlandschaft. Der südlichste Punkt der Elbinseln, die kleine Bunthäuser Spitze, ist ein beliebtes Ausflugsziel – ideal für Spaziergänge, Radtouren oder Naturbeobachtungen. Der 6,95 Meter hohe Leuchtturm aus Holz diente von 1914 bis 1977 den Schiffern als Orientierung; seit 2005 steht er unter Denkmalschutz. Im nahe gelegenen Stackmeisterhaus befindet sich das von einem Verein betriebene Elbe-Tideauenzentrum, das über diese Landschaft informiert (geöffnet an den meisten Wochenenden, goep.hamburg). Die kleine Bunthäuser Spitze geht in das Naturschutzgebiet Heuckenlock über, das sich im Deichvorland am Ufer der Süderelbe über eine Länge von drei Kilometern und eine Breite von bis zu 400 Metern erstreckt. Das rund 100 Hektar große Gelände gehört zu den letzten noch erhaltenen Tideauenwäldern Europas. Charakteristisch ist der Einfluss der Gezeiten: Zweimal täglich verändern Ebbe und Flut den Wasserstand und prägen damit Vegetation und Tierwelt.
Das Heuckenlock ist ein besonders artenreiches Naturschutzgebiet. Hier können Seeadler und zahlreiche Schilfbrüter gesichtet werden. Rund 500 Pflanzenarten sollen hier heimisch sein. Der Schierlings-Wasserfenchel etwa, eine europaweit stark gefährdete Pflanzenart, kommt fast ausschließlich im Tidebereich der Elbe vor. Gleichzeitig zeigt das Heuckenlock, wie die gesamte Elblandschaft vor der Regulierung durch Hafenbau und Deichanlagen einmal ausgesehen hat. Tipp: Wer das Gebiet auf dem etwa zwei Kilometer langen Rundwanderweg erkunden möchte, sollte die Gezeiten beachten, um keine nassen Füße zu bekommen.
Hinkommen: Vom S-Bahnhof Wilhelmsburg mit dem Bus 351 bis zur „Freiluftschule Moorwerder“.
Vorstandsinterview
120 Millionen Euro bis 2040
Die energetische Modernisierung der Bestandsgebäude der Schiffszimmerer-Genossenschaft hat durch das Ergebnis des Hamburger Zukunftsentscheids im Oktober 2025 noch weiter an Bedeutung gewonnen. Gleichzeitig wirkt sich das Votum auf die Neubauaktivitäten der Genossenschaft aus. Die Redaktion hat mit unseren Vorständen Thomas Speeth und Matthias Saß über die anstehenden Maßnahmen und deren Finanzierung gesprochen
Redaktion: Welche Maßnahmen an Gebäuden sind typischerweise Teil der energetischen Modernisierung? Konzentrieren Sie sich dabei vornehmlich auf die Gebäudehülle, die Wärmeversorgung oder die CO2-Reduktion?
Thomas Speeth: Meist ist es ein Zusammenspiel aus all diesen Aspekten. Von besonderer Bedeutung ist etwa die Dämmung der Gebäudehülle – also des Daches oder der letzten Geschossdecke, der Fassade und gegebenenfalls der Kellerdecken. Zudem tauschen wir die Fenster aus. Hier geht es vornehmlich darum, die Wärme am Abfließen zu hindern. Wenn das gut funktioniert, kann man beispielsweise eine kleinere Wärmepumpe einbauen, die weniger liefern und leisten muss, die meist kostengünstiger ist oder nicht immer unter Volllast läuft. Dadurch senke ich den CO2-Ausstoß der Immobilie. Zudem ist der Herstellungsprozess eines kleineren Aggregats deutlich energieeffizienter. Für andere Energieversorgungsarten gilt das entsprechend. Wir werden bei der Schiffszimmerer-Genossenschaft auch künftig bei der Wärmeversorgung vornehmlich auf Fernwärme, Nahwärmenetze und die Wärmepumpe setzen.
Redaktion: Inwieweit können Sie Ihre Modernisierungsvorhaben bei den denkmalgeschützten Gebäuden des Portfolios umsetzen?
Thomas Speeth: Das ist tatsächlich oft recht schwierig, da beispielsweise die Dämmung der Fassade dazu führt, dass ein Gebäude etwa 10 bis 20 Zentimeter breiter wird. Das gilt unabhängig davon, wie professionell der Fassadenaufbau umgesetzt wird. In vielen Punkten stehen sich die Interessen von Klimaschutz auf der einen und Denkmalschutz auf der anderen Seite diametral gegenüber. Und eines möchte ich hier noch einmal betonen: Aus unserer Sicht ist es nicht damit getan, die Gebäude einfach an eine grüne Energiequelle anzuschließen und sie für klimaneutral zu erklären. Vielmehr suchen und finden wir immer wieder Wege zu einem Kompromiss zwischen den widerstreitenden Interessen. Das konnten wir im ersten Halbjahr 2022 wieder unter Beweis stellen, nachdem wir die energetisch optimierenden Maßnahmen in der Semperstraße in der Winterhuder Jarrestadt abgeschlossen hatten.
„Die Maßnahmen zielen im Hinblick auf die Heizperiode darauf ab, die Wärme am Abfließen zu hindern.“
Redaktion: Herr Saß, Sie haben ja bereits sehr vorausschauend vor 20 Jahren damit begonnen, die Bestandsgebäude sukzessive unter energetischen Aspekten zu modernisieren. Wie sahen Ihre bisherigen Bemühungen hier aus? Sind diese bereits Ausdruck der Nachhaltigkeitsstrategie beziehungsweise des Klimapfads der Schiffszimmerer-Genossenschaft?
Matthias Saß: Wir haben aktuell ein Budget für energetische Modernisierung von rund sechs Millionen Euro jährlich und setzen schon seit zwei Jahrzehnten die entsprechenden Maßnahmen in unseren Beständen um. Das ist heute natürlich ein bedeutender Startvorteil, wo wir die Klimaziele im Sprint – also fünf Jahre früher als ursprünglich angedacht – erreichen müssen. Allein diese Vorverlegung erfordert zusätzliche Investitionen von mindestens drei Millionen Euro pro Jahr. Ich muss jedoch einräumen, dass wir das geplante Budget von sechs Millionen Euro zuletzt wegen der allgemeinen Kostensteigerungen teilweise auch überschritten haben, um die Maßnahmen in gewohntem Umfang durchführen zu können. Das war nicht zuletzt auch deshalb möglich, weil wir für unsere Vorhaben entsprechende Baukostenzuschüsse bekommen haben. Wir sind uns jedoch darüber im Klaren, dass wir künftig in diesem Bereich weitaus mehr Geld in die Hand nehmen müssen. Unser wirklich sehr erfreulicher Jahresüberschuss in Höhe von 6,5 Millionen Euro relativiert sich auch vor dem Hintergrund einer steigenden Zinsbelastung und immer höherer Instandhaltungskosten. Die Gründe dafür sind ganz unterschiedlich.
Redaktion: Haben sich aus Ihrer Sicht die Hamburger mit ihrem Votum letztlich keinen Gefallen getan, weil insbesondere auch die Genossenschaften von ihren Bauvorhaben aufgrund der höheren Kosten Abstand nehmen und dadurch kein neuer Wohnraum entsteht, obwohl er an allen Ecken und Enden fehlt?
Matthias Saß: Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e. V. hat auf einer Pressekonferenz unlängst Zahlen vorgestellt, die den Rückgang der Neubauaktivitäten belegen. Allerdings können wir frei werdende Grundstücke, wie etwa die Fläche unserer ehemaligen Geschäftsstelle, nicht unbebaut lassen. Das würde unserem satzungsgemäßen Zweck zuwiderlaufen und wäre unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht sinnvoll. Unser Handeln ist vom Satzungszweck geprägt, den Mitgliedern Wohnraum zu angemessenen Preisen zu überlassen. Der Vorteil daran ist, dass in dem Segment der öffentlichen Förderung die Förderungen und langfristigen Zuschüsse derzeit noch sehr attraktiv sind.
„Mit dem Dreiklang aus Neubau, energetischer Modernisierung und Klimastrategie wird unsere Genossenschaft mit ihrem Wohnungsbestand für die nächsten Jahrzehnte auf solide Füße gestellt.“
„Mit dem Dreiklang aus Neubau, energetischer Modernisierung und Klimastrategie wird unsere Genossenschaft mit ihrem Wohnungsbestand für die nächsten Jahrzehnte auf solide Füße gestellt.“
Thomas Speeth
Redaktion: Sie sagen „noch sehr attraktiv“. Erwarten Sie denn, dass sich die Konditionen bald verschlechtern?
Matthias Saß: Wir erwarten zum einen, dass es – nicht zuletzt durch das Votum des Hamburger Klimaentscheids – zu einer Verknappung der verfügbaren Fachkräfte und der notwendigen Baumaterialien kommen wird. Und wie überall sonst auch wird das höchstwahrscheinlich zu steigenden Preisen führen. Gleichzeitig haben wir in den vergangenen zehn Jahren einen kontinuierlichen Anstieg der Baukosten erlebt: Lagen die Wohnungsherstellungskosten im Jahr 2016 in Hamburg noch bei durchschnittlich 3.266 Euro pro Quadratmeter, betrugen sie zuletzt rund 4.743 Euro je Quadratmeter. Im gleichen Zeitraum haben sich die Darlehenszinsen ungefähr auf 3,6 Prozent annähernd verdoppelt.
Die energetische Modernisierung stellt gemeinsam mit der Instandhaltung einen sehr bedeutenden Faktor unserer jährlichen Investitionen dar. Inzwischen nutzen wir ein automatisiertes Verfahren, mit dem wir kontinuierlich zahlreiche Daten jeder einzelnen Wohnanlage erfassen. So können wir uns ein detailliertes Bild von dem jeweiligen Handlungsbedarf machen, die notwendigen Maßnahmen priorisieren und schließlich die Finanzierungsmöglichkeiten entwickeln.
Redaktion: Wie hoch ist denn der Finanzbedarf für die energetische Modernisierung des Bestandsportfolios bis zu dem viel beschworenen Jahr 2040?
Matthias Saß: Wenn wir eine Inflationsrate von 2,5 Prozent pro Jahr zugrunde legen, beläuft sich dieser Betrag auf rund 120 Millionen Euro. Etwa 94 Millionen Euro davon entfallen auf die angesprochenen Maßnahmen an der Gebäudehülle, der Restbetrag auf die Haustechnik, wie etwa Heizungsanlagen.
In dieser Kalkulation sind denkmalgeschützte Wohnanlagen zunächst nicht enthalten. Ein Grund dafür ist, dass sie alle an die Fernwärme angeschlossen sind und diese Energie nach den politischen Vorgaben in Hamburg bald vollständig aus regenerativen Quellen kommen soll. Insofern hat dieses Objekt dann auch keinen CO₂-Verbrauch mehr. Also könnten wir unsere Hände hier in den Schoß legen. Allerdings ist der Energieverbrauch in diesen Gebäuden auch höher als in einem modernisierten Gebäude. Wir wollen die Bewohner solcher Wohnungen im übertragenen Sinne nicht im Regen stehen lassen, zumal die Preise für den Bezug von Fernwärme gerade zum 1. Juli 2026 sehr stark gestiegen sind. Wir müssen nach Lösungen suchen, die zu einem niedrigeren Energieverbrauch des Nutzers führen, aber letztlich für alle Seiten tragbar sind – den Nutzer, das Denkmalschutzamt und die Genossenschaft als Eigentümerin.
„Wir haben vorausschauend gehandelt und bereits vor 20 Jahren damit begonnen, die Bestandsgebäude sukzessive energetisch zu modernisieren.“
Redaktion: Das sind immens hohe Summen. Allerdings unternimmt die Politik hier in Hamburg und anderswo verschiedene Versuche, wenigstens bei den stetig steigenden Kosten im Wohnungsneubau gegenzusteuern. In Zeiten einer allgemeinen Kostenexplosion, wie wir sie derzeit erleben, ist das zu begrüßen. Ein Beispiel ist der sogenannte Hamburg Standard, auf den man sich im Frühjahr 2025 verständigt hat. Demzufolge soll durch vereinfachte Bauweisen und effizientere Prozesse bezahlbarer Wohnraum entstehen, ohne Sicherheits- und Qualitätsstandards zu gefährden. Wie bewerten Sie das Maßnahmenpaket, das man da geschnürt hat?
Thomas Speeth: Es ist theoretisch möglich, mit diesen und weiteren Maßnahmen die Baukosten auf bis zu 2.000 Euro je Quadratmeter zu senken. Sicherlich bietet die serielle Bauweise zusammen mit anderen Standardisierungen, einer effizienten Planung, einem deutlich beschleunigten Genehmigungsverfahren und weiteren Maßnahmen eine hervorragende Möglichkeit, um dem Wohnungsmangel in Hamburg zu begegnen. Alle Akteure der Wohnungswirtschaft sollten diese Chance gemeinsam nutzen und mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen!
Redaktion: Herr Speeth, auf der diesjährigen Vertreterversammlung hatten Sie bereits Ihre Besorgnis geäußert, dass es durch die Vorverlegung des ohnehin ehrgeizigen Klimaschutzziels zu einer erheblichen Verteuerung der zugrunde liegenden Bauleistungen kommen werde. Können Sie den Lesern der „bei uns“ bitte den Zusammenhang ebenfalls erläutern? Müssen sich die wohnenden Mitglieder unserer Genossenschaft perspektivisch auf stark steigende Nutzungsgebühren einstellen?
Thomas Speeth: Es ist vor allem die Angebotsverknappung von Leistungen und teilweise auch von einzelnen Materialien, die einen erheblichen Einfluss auf die Preisentwicklung haben wird. Hinzu kommen die steigenden Energie-, Lohn- und Transportkosten.
Allerdings sollte man nicht vergessen, dass wir in der Schiffszimmerer-Genossenschaft bis zu einem gewissen Grad alle Möglichkeiten ausschöpfen, um die Nutzungsgebühr möglichst niedrig halten zu können. Wir setzen uns dafür ein, dass diese immer deutlich unter dem Niveau des freien Marktes liegt.
Ansonsten kommen wir wirklich gut auf unserem Klimapfad voran. Lassen Sie mich das verdeutlichen. Im Jahr 2021 wies unser Portfolio noch ein CO₂-Äquivalent von 22,8 Kilogramm pro Quadratmeter Wohnfläche auf. Innerhalb von nur drei Jahren ist es uns gelungen, diesen Wert auf 16 Kilogramm pro Quadratmeter Wohnfläche zu reduzieren. Mit dem Dreiklang aus Neubau, energetischer Modernisierung und Klimastrategie wird unsere Genossenschaft mit ihrem Wohnungsbestand für die nächsten Jahrzehnte auf solide Füße gestellt. Aber selbstverständlich bedarf es erheblicher Anstrengungen von uns allen und auf allen drei Gebieten, damit wir die Klimaziele 2040 gut erreichen können.
„Die Nebenkosten, allen voran die Heizkosten, werden weiter steigen, und die können wir nur bedingt beeinflussen. Wie in den vergangenen 150 Jahren werden wir den Genossenschaftsgedanken auch künftig leben und die Nutzungsgebühren für unsere Mitglieder so niedrig wie möglich halten. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass diese unsere einzige Einnahmequelle sind.“
„Die Nebenkosten, allen voran die Heizkosten, werden weiter steigen, und die können wir nur bedingt beeinflussen. Wie in den vergangenen 150 Jahren werden wir den Genossenschaftsgedanken auch künftig leben und die Nutzungsgebühren für unsere Mitglieder so niedrig wie möglich halten. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass diese unsere einzige Einnahmequelle sind.“
Matthias Saß
Redaktion: Plant die Genossenschaft, einen eigenständigen Nachhaltigkeitsbericht zu veröffentlichen?
Matthias Saß: Ja, das ist noch im laufenden Kalenderjahr für das zurückliegende Geschäftsjahr vorgesehen. Wir werden uns dabei erstmals an den umfassenden EU-Vorgaben orientieren und haben mit der Unterstützung unseres gesetzlichen Prüfungsverbandes den ersten Entwurf unseres ersten Nachhaltigkeitsberichts nach den deutlich strengeren Regularien im Sinne des VSME-Standards, also des „Voluntary Sustainability Reporting Standard“, erstellt. Dafür werden wir uns an den „Sustainable Development Goals“ – kurz SDGs – der Vereinten Nationen orientieren. Sie dienen dazu, weltweit die nachhaltige Entwicklung auf ökonomischer, sozialer und ökologischer Ebene sicherzustellen. Insgesamt acht Themenfelder haben wir bereits identifiziert, die zu unserem Geschäftsmodell passen und zu denen wir berichten werden.
Redaktion: Wir sind gespannt und werden die Leser der „bei uns“ natürlich über den Fortschritt und Inhalt des Berichts auf dem Laufenden halten. Er wird vom Umfang und von der Berichtstiefe her über das Nachhaltigkeitskapitel des Geschäftsberichts 2025 sicherlich noch hinausgehen, nehmen wir an?
Matthias Saß: Selbstverständlich. Das wird er. Und einen beträchtlichen Zusatzaufwand bedeuten für unser Unternehmen.
Ein ganz zentrales Element der Nachhaltigkeitsberichterstattung sind der Klimaschutz und die Finanzierung der Maßnahmen, die auf ihn einzahlen. Es mag unpopulär sein, es auszusprechen, aber Klimaschutz kostet nun mal Geld – manchmal auch richtig viel Geld. Verständlicherweise kann Vater Staat auch nicht alles wegfördern oder wegsubventionieren, was an gesetzlichen Anforderungen auf die Unternehmen zukommt. Die Nebenkosten, allen voran die Heizkosten, werden weiter steigen, und die können wir nur bedingt beeinflussen. Die Anhebung der Kosten für Fernwärme zum 1. Juli 2026 durch die Hamburger Energiewerke konnten wir natürlich nicht beeinflussen. Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass die Nutzungsgebühr die einzige Einnahmequelle ist, die wir als Genossenschaft haben. Wie in den vergangenen 150 Jahren werden wir auch in den nächs-ten 150 Jahren den Genossenschaftsgedanken leben und uns darum bemühen, die Nutzungsgebühren dennoch für unsere Mitglieder so niedrig wie irgend möglich zu halten.
Vermischtes
Gemeinsam feiern – Nachbarschaft erleben
Im Sommer wurde der genossenschaftliche Zusammenhalt bei unseren Jubiläumsfesten einmal mehr spürbar. Den Auftakt machte am 6. Juni das 25-jährige Bestehen unserer Wohnanlage Langenkoppel in Ammersbek. Dank des großen Engagements der Vertreterinnen und Vertreter vor Ort erwartete die Bewohnerinnen und Bewohner ein abwechslungsreiches Programm mit Hüpfburg, Malstation, Popcorn, Salatwettbewerb und Foodtruck. In den liebevoll gestalteten Gartenanlagen wurde gemeinsam bis in die Abendstunden gefeiert.
Ein weiteres Jubiläum folgte am 22. August: Die Wohnanlage Gerstäckerstraße blickte auf 50 Jahre zurück, während Teile des Venusbergs ihr 70-jähriges Bestehen feierten. Das Fest in der Neustadt zeigte eindrucksvoll, wie lebendig Nachbarschaft und Gemeinschaft in unserer Genossenschaft gelebt werden.
Die Planungen für 2027 laufen bereits:
Jubiläumsfeste sind unter anderem in Mümmelmannsberg und im Borchertring beabsichtigt. Wir freuen uns schon darauf! Den Beitrag von noa4 zum Fest in der Langenkoppel finden Sie über den angegebenen Link. https://www.schiffszimmerer.de/jubilaeumsfest-langenkoppel-1
So lernen Kinder das Prinzip Genossenschaft
Ferienspaß im Zeltlager Adlerhorst
Raus aus dem Alltag, rein ins Abenteuer: Jedes Jahr lädt unsere Genossenschaft Kinder und Enkelkinder unserer Mitglieder zu einer erlebnisreichen Ferienwoche im Zeltlager Adlerhorst ein. Wir übernehmen die gesamte Organisation, die Eltern zahlen lediglich einen Eigenanteil von 80 Euro, und die Kinder erleben eine spannende Woche voller Spaß und neuer Freundschaften.
In diesem Sommer reisten 30 Kinder im Alter von 7 bis 13 Jahren nach Plön in die Holsteinische Schweiz. Unter dem Motto „Aloha!“ ging es für die Minigruppe unter anderem auf Nachtwanderung und Expedition in den Dschungel, es gab Strandpartys, Lagerfeuer, fantastische Olympiaden und vieles mehr!
Besonders schön: Drei ehemalige Teilnehmende waren erneut als Jungbetreuer dabei. Sie unterstützten zum zweiten Mal das Betreuerteam und sammelten Erfahrungen im Ehrenamt – ganz nach dem genossenschaftlichen Gedanken: mitmachen, Verantwortung übernehmen und Gemeinschaft leben.
Auch 2027 heißt es wieder: Koffer packen und los geht’s! Die Einladungen werden Ende des Jahres verschickt, sowohl per Post als auch über unsere Mitglieder-App. Registrieren Sie sich am besten gleich hier.
Die Welt der Bücher bei der Schiffszimmerer-Genossenschaft
Im Quartier Rübenkamp lädt seit einigen Jahren eine kleine, liebevoll eingerichtete Bibliothek zum Stöbern und Schmökern ein. Mit viel Engagement wird sie von einer Ehrenamtlichen betreut. Ergänzt wird dieses Angebot durch mehrere Bücherschränke in unseren Quartieren. Zum Welttag des Buches am 23. April 2026 drehte sich bei der Schiffszimmerer-Genossenschaft alles ums Lesen. Lesungen für Groß und Klein, eine Büchertauschbörse, Bastelaktionen und ein Literaturquiz sorgten für Begeisterung. Auch das Genossenschaftsfernsehen war dabei und hat einen Filmbeitrag erstellt, den Sie hier abrufen können.
Ein weiteres Highlight war im Juli das Hamburger VorleseVergnügen. Als langjähriger Partner des Festivals öffneten die Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften erneut ihre Nachbar-Treffs für Lesungen. In unserem Veranstaltungssaal begeisterte Julia Ginsbach mit den Abenteuern von Tafiti und seinem Freund Pinsel rund 140 Kinder.
Gemeinsam für den guten Zweck – sind Sie 2027 dabei?
Auch in diesem Jahr haben sich zahlreiche Mitarbeitende und Familienangehörige der Schiffszimmerer und weiterer Genossenschaften an dem traditionsreichen, rund vier Kilometer langen Lauf durch die HafenCity – dem HafenCity Run – beteiligt. Insgesamt umfasste das Team der Genossenschaften mehr als 220 Mitarbeitende und Familienangehörige aus drei Generationen, die in grünen Trikots antraten.
Bereits zum 24. Mal ging es bei dem Charity-Lauf nicht um Geschwindigkeitsrekorde, sondern um den guten Zweck. Die Anmeldegebühren kommen teilweise dem Verein Hamburger Abendblatt hilft e. V. zugute. Mit dessen Spendengeldern werden gemeinnützige Kinder- und Jugendprojekte unterstützt. Beim HafenCity Run 2026 mit etwa 20.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern kamen Spenden in Höhe von rund 120.000 Euro zusammen.
Sie möchten ebenfalls mitmachen?
Kein Problem! Merken Sie sich bitte Samstag, den 29. Mai 2027, vor. Wir stellen 20 Mitgliedern der Schiffszimmerer-Genossenschaft einen Platz zur Verfügung. Wir über-nehmen dabei die Anmeldegebühren und sorgen für Verpflegung nach dem Lauf. Alle Teilnehmenden bekommen zudem ein Trikot als Andenken an diesen besonderen Tag von uns geschenkt.
Fragen oder Anmeldungen zum HafenCity Run 2027 nimmt unsere Kollegin Anja Prahle per E-Mail unter a.prahle@schiffszimmerer.de oder telefonisch unter 040 6 38 00-2 36 entgegen.
Unsere Quartiere im Wandel
Ammersbek: stadtnah, nachhaltig und im Grünen wohnen
Unmittelbar an der Grenze zum Hamburger Stadtteil Bergstedt verbindet die Gemeinde Ammersbek in Schleswig-Holstein ein ruhiges Umfeld mit Naherholungsbereichen wie Seen und Wäldern mit der Nähe zur Metropole Hamburg und einem eigenen U-Bahn-Anschluss
Unmittelbar jenseits der Stadtgrenze im schleswigholsteinischen Ammersbek steht die Wohnanlage Langenkoppel. Ihre Anwohner können die U-Bahn-Station Hoisbüttel fußläufig erreichen
Diese vorteilhafte Konstellation veranlasste die Allgemeine Deutsche Schiffszimmerer-Genossenschaft eG dazu, sich an der Entwicklung des neuen kombinierten Wohn- und Gewerbegebiets zu beteiligen, das Anfang der 1990er-Jahre unmittelbar an der 1925 eröffneten und 1989 umfassend sanierten U-Bahn-Haltestelle Hoisbüttel entstand.
Schrittweise mehr neuer Wohnraum
Die Schiffszimmerer begannen bereits im Jahr 1994 mit den Planungen zur Bebauung des genossenschaftseigenen Grundstücks im Zentrum von Ammersbek. Aufgeteilt in drei Abschnitte entstanden in den darauffolgenden Jahren unter der Adresse Langenkoppel 1–19 insgesamt 146 Wohnungen:
49 Zweizimmerwohnungen mit einer Wohnfläche zwischen 54 und 66 Quadratmetern, 81 Wohnungen mit je drei Zimmern und einer Größe von 71 bis 89 Quadratmetern sowie 14 Vierzimmerwohnungen mit 80 bis 104 Quadratmetern Wohnfläche. Hinzu kamen eine barrierefreie Wohnung mit zwei Zimmern auf 65 Quadratmetern sowie eine Dreizimmerwohnung mit 75 Quadratmetern Wohnfläche. Baubeginn für den ersten Abschnitt war Ende 1995, und schon Mitte Dezember 1996 konnte das Richtfest gefeiert werden. Bezugsfertig waren die ersten 46 Einheiten gemeinsam mit der Tiefgarage im August 1997. Abschnittsweise wurden nun die verbleibenden Wohnungen errichtet, für die letzten konnte im März 2001 Richtfest gefeiert werden, und Mitte des Jahres zogen hier die letzten Bewohnerinnen und Bewohner ein.
Die Grünanlagen und Spielplätze bieten unterschiedliche Spielmöglichkeiten für Kinder
Ressourcenschonung wird großgeschrieben
Noch während wir in der Langenkoppel bauten, planten wir weitere Wohnungen der Schiffszimmerer-Genossenschaft in der direkten Nachbarschaft. In der Georg-Sasse-Straße 19–25 begann 1999 der Bau von weiteren 38 Wohnungen: 14 Zweizimmerwohnungen und 24 Einheiten mit drei Zimmern auf 70 Quadratmetern. Damit schufen wir wichtigen familientauglichen Wohnraum und durchmischten die Mitglieder in unserem Quartier. Dank der öffentlichen Förderung fiel die Nutzungsgebühr gering aus. Beim Erstbezug im Jahr 2000 fielen für eine Zweizimmerwohnung 302 Euro Grundnutzungsgebühr zuzüglich 120 Euro Nebenkosten an, bei einer Dreizimmerwohnung lag die Grundnutzungsgebühr bei 365 Euro und 129 Euro Nebenkosten. In alle Wohnungen konnten unsere Mitglieder mit einem Wohnberechtigungsschein einziehen.
Bei der Ausstattung berücksichtigten wir den hohen Genossenschaftsstandard mit Vollbädern, Balkonen, Terrassen, Fahrradkellern und Kabelfernsehen. Doch das Besondere war die von vornherein auf Ressourcenschonung ausgerichtete Grundkonzeption des 9,3 Millionen Euro teuren Projektes. So konzipierten wir die Gebäude als Niedrigenergiehäuser, versahen diese mit zeitgemäßer Schall- und Wärmeisolierung und bauten eine Anlage zur Regenwassernutzung, was den Frischwasserverbrauch deutlich senkte. Eine Solaranlage sorgte zudem für ausreichend regenerative Energie zur Warmwassererzeugung. In der grünen Umgebung von Ammersbek setzten wir in der Georg-Sasse-Straße also ein deutliches Zeichen für grünes und energieeffizientes Wohnen.
Die gepflegten Außenbereiche der Wohnanlage machen die großen und kleinen Bewohner glücklich
Grüne Wohnungen für alle Bedürfnisse im Grünen
Diesen hohen Standard in Sachen Ausstattung und Nachhaltigkeit behielten wir auch beim nächsten Bauprojekt in Ammersbek bei. Auf einem schon länger im Besitz unserer Genossenschaft befindlichen Grundstück begannen wir 2006 mit dem Bau von 35 neuen Wohnungen in der Langenkoppel 20–23. Wieder setzten wir die Niedrigenergiebauweise ein, bei der maximal 60 Kilowattstunden Heizenergie je Quadratmeter beheizter Wohnfläche verbraucht werden – eine immense Einsparung im Vergleich zu den gut 240 bis 320 Kilowattstunden, die in Bauten der 1950er- und 1960er-Jahre anfallen. Die Energiereduzierung erreichen wir vor allem durch verstärkte Wärmedämmung der Außenwände, Vermeidung von Fugen und Ritzen sowie den Einbau von Wärmeschutzverglasung. In Kombination mit Solarstrom, der über das Jahr hinweg gesehen etwa 30 Prozent der nötigen Energie zur Warmwassererzeugung liefert, und der Nutzung von Regenwasser, das vom Dach über Regenrinnen fließt und in einem Tank aufgefangen wird, bevor es für die Toilettenspülungen genutzt wird, sparen wir erheblich Energie ein. Und die Grundkonzeption mit 20 Vierzimmerwohnungen zwischen 80 und 111 Quadratmetern Fläche, 14 Dreizimmerwohnungen mit 74 bis 88 Quadratmetern Wohnfläche und nur einer 68 Quadratmeter großen Zweizimmerwohnung spiegelt obendrein den familienfreundlichen Charakter des Projektes wider. Neu war zudem, dass wir alle Erdgeschosswohnungen barrierefrei auslegten und so beispielsweise lebenslanges Wohnen ermöglichen. Preislich sind die Wohnungen, wie von unserer Genossenschaft gewohnt, durchaus erschwinglich. Für eine Dreizimmerwohnung kamen zu den 580 Euro Grundnutzungsgebühren noch 154 Euro Nebenkosten hinzu, und eine 110 Quadratmeter große Vierzimmerwohnung kostete 769 Euro Nutzungsgebühr, zuzüglich 204 Euro Nebenkosten. Insgesamt haben wir für alle Altersstufen und Bedürfnisse passende grüne Wohnungen im grünen Ammersbek geschaffen.
Vertreterversammlung 2026
Rückblick, Einblick, Ausblick
Vertreterversammlung und Geschäftsbericht
Am 23. Juni fand unsere alljährliche ordentliche Vertreterversammlung statt. Insgesamt kamen 130 Vertreterinnen und Vertreter in unsere Geschäftsstelle, um die satzungsgemäßen Beschlüsse zu fassen:
Sie stellten den Jahresabschluss fest und stimmten dem Vorschlag zur Auszahlung einer Dividende von vier Prozent auf das berechtigte Geschäftsguthaben zu.
Nachdem sie zudem dem Vorstand und Aufsichtsrat ihre Entlastung für die letztjährige Amtszeit erteilt hatten, standen turnusgemäß für drei Mitglieder des Aufsichtsrats Neuwahlen an. Das betrifft die Amtszeit 2026–2029. Im Amt bestätigt wurden Britha Krause und Dan Stieper, dagegen wurde Dirk Burmester nach 30 Jahren im Aufsichtsrat nicht wiedergewählt. Seinen Platz übernimmt der 41-jährige Wirtschaftsingenieur Jonas Hildebrandt.
An dieser Stelle möchten wir uns bei Herrn Burmester in aller Form für seine Verdienste um unsere Genossenschaft während dieses langen Zeitraums bedanken! Er war ein geschätztes Mitglied im Wahlvorstand und durch sein großes Fachwissen aufgrund seines beruflichen Hintergrunds ein wertvoller Berater in technischen Fragen. Einen ausführlichen Rückblick auf das abgelaufene Geschäftsjahr, die wichtigsten Ergebnisse, Kennzahlen und Ereignisse bietet der Geschäftsbericht 2025, der Ihnen auf unserer Website www.schiffszimmerer.de zum Download zur Verfügung steht. In dem rund 110 Seiten umfassenden Dokument können Sie auch die Erwartungen des Vorstands an die künftige Entwicklung der Genossenschaft nachlesen.
Abstimmungen sind das zentrale Element der Vertreterversammlungen
Sie möchten eine Printausgabe des Geschäftsberichts 2025 bestellen?
Schreiben Sie uns gerne an redaktion@schiffszimmerer.de unter Angabe Ihrer vollständigen Kontaktdaten. Wenn Sie Schiffszimmerer-Mitglied sind, können Sie uns auch über Ihre Schiffszimmerer-App kontaktieren. Registrieren Sie sich gleich hier. Wir schicken Ihnen dann ein Exemplar zu.
Meldungen
Wohnraumschutzgesetz
Das ändert sich
Hamburg bremst private Ferienvermietung
Willkommen in Hamburg! Wohnraum darf für touristische Zwecke dennoch nicht zweckentfremdet werden
Seit 1982 gibt es das Hamburgische Wohnraumschutzgesetz, kurz: HmbWoSchG. Es hat im Wesentlichen zwei Ziele: Erhaltung und Pflege von Wohnraum (Wohnungspflege) sowie Vermeidung und Beseitigung der Zweckentfremdung von Wohnraum.
In den vergangenen Jahren hat die kurzfristige Vermietung von oft möblierten Wohnungen stark zugenommen. Online-Plattformen zur Vermittlung privater Unterkünfte vor allem für touristische Zwecke sind rasant gewachsen. Die oft hochpreisige Vermietung von Wohnraum an wechselnde Gäste hat sich trotz der bereits bestehenden gesetzlichen Regelungen zu einem attraktiven Geschäftsmodell entwickelt.
Angesichts des wachsenden Drucks auf den Wohnungsmarkt hat die Stadt Hamburg Maßnahmen ergriffen, um Wohnraum für die langfristige Nutzung zu sichern. Mit der Änderung des HmbWoSchG wird unter anderem zum 1.1.2027 die sogenannte Bagatellgrenze abgeschafft, mit der es bislang möglich war, bis zu 50 Prozent der eigenen Wohnfläche (also auch einzelne Zimmer) zeitlich unbegrenzt kurzfristig zu vermieten.
Künftig wird diese Form der Nutzung nur noch für maximal acht Wochen pro Kalenderjahr genehmigungsfrei zulässig sein. Die neuen Regeln sollen dazu beitragen, dass Touristen und Touristinnen wieder stärker Hotels, Pensionen oder Boardinghäuser nutzen, so dass wieder mehr Wohnungen für die Menschen, die dauerhaft in Hamburg leben, zur Verfügung stehen. Wichtig zu wissen: Untervermietungen werden in der Hansestadt einerseits durch das HmbWoSchG geregelt. Jede Form von Untervermietung – ob kurz oder lang – muss jedoch zusätzlich immer mit der jeweiligen Genossenschaft zuvor abgesprochen und von ihr genehmigt werden.
Willkommen in Hamburg! Wohnraum darf für touristische Zwecke dennoch nicht zweckentfremdet werden
Unsere Mitbewohner
Baumwanzen
Was sind das für Insekten?
Baumwanzen (Pentatomidae) gehören zur größten Unterordnung der Wanzen. Weltweit gibt es circa 3.000 Arten, etwa 70 davon sind in Europa heimisch. Charakteristisch ist die dreieckige Rückenplatte. Baumwanzen sind zwischen 10 und 16 mm groß und meist grün oder braun gefärbt, eine perfekte Tarnung in Büschen und Bäumen. Sie besitzen ein stechend-saugendes Mundwerkzeug, das Rostrum, mit dem sie vor allem Pflanzensäfte aufnehmen.
Sind Baumwanzen gefährlich?
Nein. Sie stechen Menschen nicht und übertragen keine Krankheiten. Störend ist der süßlich-ranzige Gestank, der von ihnen ausgehen kann. Daher auch ihr Spitzname „Stinkwanze“. Der Geruch dient der Abwehr von Feinden und wird bei Stress freigesetzt. Deshalb sollte man Baumwanzen auf keinen Fall mit der Fliegenklatsche jagen oder zerdrücken.
Was ist das Problem?
Im Herbst suchen sie bevorzugt in Gebäuden ein Winterquartier.
Was tun?
Am besten sammeln Sie die Tiere vorsichtig ein, um sie draußen auszusetzen. Gut geeignet zum Einfangen sind ein Glas und ein Bogen Papier. Wichtig ist, die Tiere nicht zu quetschen, da sonst der typische Geruch freigesetzt wird.
Neue Plattform
Besser als Fast Fashion
Einfach nachhaltig
Die Hose, die gekürzt werden müsste, der hübsche Rock, der nicht mehr passt – der A-Gain Guide hilft! Das ist eine digitale Plattform für mehr Nachhaltigkeit im Kleiderschrank. 2021 in Berlin ins Leben gerufen und 2025 von der 105 VIERTEL gGmbH mit Unterstützung der Umweltbehörde nach Hamburg geholt, macht die Plattform inzwischen über 600 registrierte Anbieter in der Hansestadt sichtbar – von Änderungsschneidereien und Reinigungen über Schuster bis hin zu Secondhand- läden. Außerdem bietet der A-Gain Guide Tipps und Tricks für alle, die Kleidung reparieren, wiederverwenden oder kreativ neu denken möchten. Mehr Infos: hamburg.a-gain.guide/de
Inklusiv
Kultur für alle
Menschen mit Behinderungen fehlen vor dem Besuch einer Kulturveranstaltung oft verlässliche Informationen zur Barrierefreiheit vor Ort – von baulichen Gegebenheiten bis zu Angeboten wie Audiodeskription oder Leichter Sprache. Die Plattform Kulturperlen schafft hier Abhilfe. Sie bietet einen Überblick über die Zugänglichkeit von Kultureinrichtungen in Hamburg. Bereits rund 120 Kulturorte, zum Beispiel Museen, Theater, Kinos, Geschichtswerkstätten, Bürgertreffs und Clubs sind auf der Website hinsichtlich ihrer Barrierefreiheit präzise und realistisch beschrieben. Mit der neuen Rubrik „Junge Perlen“ erweitert die Plattform ihr Angebot um Kulturangebote für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen. Mehr Infos: kulturperlen.hamburg
Nachrichtenkompetenz
Kann das stimmen?
Wie bilde ich mir eine fundierte Meinung? Woran erkenne ich Desinformation? Oder mit KI generierte Nachrichten? MEGAfoN ist eine speziell für Schüler und Schülerinnen entwickelte News-App mit Inhalten der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Darüber hinaus bringt das Projekt MEGAfoN Faktencheckkompetenz in die Schulen. Das Motto: „Meinungsbildung statt
Meinungsmache – Lesen für Bildung und Demokratie“. Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e. V. (VNW) unterstützt die Idee! Mehr Infos: megafon-online.de/
Service
ADRESSEN, DIE WEITERHELFEN
Ob rechtliche Beratung
oder Gesundheits-Know-how:
Diese Kontakte bieten Unterstützung
Alltagsheld:innen
Die Stiftung bietet Alleinerziehenden eine kostenfreie Hotline an, in der sie in 30-minütigen Gesprächen fachkundig zu Kindschafts- und Familienrecht beraten werden. Terminbuchung unter hotline-familienrecht.de
Weisser Ring e. V.
Ein kostenloses, anonymes Beratungsangebot für Menschen, die Opfer einer Straftat geworden sind und Hilfe benötigen. Von Montag bis Sonntag jeweils von 7 Uhr bis 22 Uhr unter der Rufnummer 116 006 erreichbar.
Perspektiv-Kontor Hamburg
Die gemeinnützige Unternehmensgruppe fördert, qualifiziert und begleitet Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen oder Behinderungen auf ihrem Weg in Arbeit. Mehr Infos: pepko-hamburg.de
DAJEB
Über die Website der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Jugend- und Eheberatung e. V. (DAJEB) finden Sie über die PLZ-Suche qualifizierte Beratungsstellen in Ihrer Nähe. Mehr Infos: dajeb.de
Hamburger Gesundheitshilfe
Die gemeinnützige GmbH unterstützt Menschen, die aufgrund einer Erkrankung, einer Behinderung oder wegen fortgeschrittenen Alters Beratung, Hilfe oder Pflege benötigen. Mehr Infos: hamburger-gesundheitshilfe.de
Patenschaft übernehmen

Die PFIFF gGmbH ist ein Fachdienst für Familien in Hamburg. Mitarbeiterin Melanie Scholz koordiniert das Patenschaftsprogramm für Kinder psychisch erkrankter Eltern.
Warum gibt es dieses Programm?
In Hamburg leben rund 82.000 Kinder und Jugendliche mit einem psychisch erkrankten Elternteil. Sie sind oftmals besonderen Belastungen ausgesetzt und übernehmen früh Verantwortung. In den Patenschaften erleben sie unbeschwerte Zeiten, die sie vor eigener psychischer Erkrankung schützen und die ganze Familie entlasten können.
Was ist die Aufgabe der Paten und Patinnen?
Als verlässliche Bezugsperson nehmen sie sich regelmäßig, meist einmal wöchentlich, Zeit für gemeinsame Aktivitäten mit ihrem Patenkind. Die Kinder profitieren von der stabilen Beziehung, der ungeteilten Aufmerksamkeit und ermutigenden Begleitung.
Die PFIFF gGmbH ist ein Fachdienst für Familien in Hamburg. Mitarbeiterin Melanie Scholz koordiniert das Patenschaftsprogramm für Kinder psychisch erkrankter Eltern.
Warum gibt es dieses Programm?
In Hamburg leben rund 82.000 Kinder und Jugendliche mit einem psychisch erkrankten Elternteil. Sie sind oftmals besonderen Belastungen ausgesetzt und übernehmen früh Verantwortung. In den Patenschaften erleben sie unbeschwerte Zeiten, die sie vor eigener psychischer Erkrankung schützen und die ganze Familie entlasten können.
Was ist die Aufgabe der Paten und Patinnen?
Als verlässliche Bezugsperson nehmen sie sich regelmäßig, meist einmal wöchentlich, Zeit für gemeinsame Aktivitäten mit ihrem Patenkind. Die Kinder profitieren von der stabilen Beziehung, der ungeteilten Aufmerksamkeit und ermutigenden Begleitung.
Was sollte man für dieses Ehrenamt mitbringen?
Freude am Umgang mit Kindern und Jugendlichen, Interesse an ihrer Lebenswelt sowie Offenheit, Verlässlichkeit und Geduld. Und natürlich Zeit für regelmäßige Treffen. Hilfreich ist außerdem, selbst gefestigt im Leben zu stehen und dadurch Stabilität und Orientierung zu bieten.
Welche Unterstützung bekommen die Paten?
PFIFF bereitet durch intensive Beratung und ein Seminar auf die Aufgabe vor. Eine feste Ansprechperson begleitet die Patenschaft. Zudem finden monatliche Austauschtreffen statt, und es gibt Angebote für kostenfreie Fortbildungen.
Was ist das Schöne an dem Ehrenamt?
Paten und Patinnen berichten uns, wie sinnstiftend sie ihre Aufgabe erleben. Kleine und große Entwicklungsschritte der Kinder erleben zu können, bereichert ihr Leben. Viele freuen sich, mal wieder Dinge zu tun, die im Erwachsenenleben in Vergessenheit geraten – z. B. Trampolin springen oder Lego bauen. Und das Wissen, als ergänzende Bezugsperson einen Unterschied im Leben eines Kindes zu machen, motiviert. Mehr Infos: pfiff-hamburg.de
WIR VON DEN GENOSSENSCHAFTEN
Karriere mit Haltung
Immobilien verstehen, Menschen begleiten, Zukunft gestalten: Die Ausbildung bei Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften verbindet Sinn und Vielfalt mit starken Perspektiven
Nur am Schreibtisch sitzen? Gewiss nicht! Immobilienkaufleute wechseln in ihrem Berufsalltag regelmäßig zwischen Büro und Quartier, oder sie sind sogar auf Baustellen unterwegs. Ihre Arbeit ist vielseitig und zukunftssicher – bei den Genossenschaften kommt der soziale Aspekt hinzu. „Eine Ausbildung bei einer Wohnungsbaugenossenschaft bietet die Chance, in einem Unternehmen zu arbeiten, bei dem die Menschen im Mittelpunkt stehen. Demokratie, Mitbestimmung, Gemeinschaft, Inklusion und Verantwortung sind wichtige Werte unserer täglichen Arbeit“, sagt Maj-Britt Larsen, Ausbildungsleiterin bei der Schiffszimmerer-Genossenschaft eG. Das Besondere an den Genossenschaften ist: Es geht nicht um Gewinnmaximierung, sondern um die besten Lösungen für die Mitglieder. „Wohnungsbaugenossenschaften zeigen, wie Immobilienwirtschaft zwischen wirtschaftlichem Denken und sozialer Verantwortung funktioniert“, ergänzt Christine Wieder, die beim Altonaer Spar- und Bauverein eG seit vielen Jahren den Bereich Ausbildung leitet.
Die Hamburger Genossenschaften bewirtschaften rund 135.000 Wohnungen; gut 20 Prozent aller Mietwohnungen in der Stadt sind damit Genossenschaftswohnungen. Gleichzeitig ist der Druck im Wohnungsmarkt in der Hansestadt seit Jahren unverändert hoch und sorgt für gesellschaftliche Spannungen. „Gerade in Hamburg, wo bezahlbarer Wohnraum knapp ist, erfahren die Auszubildenden früh, wie komplex und gleichzeitig bedeutend die Arbeit der Wohnungsbaugenossenschaften ist. Sie bewegen sich im Spannungsfeld von Markt, Regulierung und sozialem Auftrag – und entwickeln dabei ein echtes Verständnis für die Wohnungswirtschaft“, sagt Sonja Hahn, Ausbildungsleiterin bei der Wohnungsbaugenossenschaft KAIFU-NORDLAND eG.
Eine Kombination aus Wirtschaft und sozialem Auftrag
Immobilienkaufleute in einer Genossenschaft übernehmen gesellschaftliche Verantwortung und wirken in die Stadt hinein. „Wer bei einer Wohnungsbaugenossenschaft arbeitet, ist nah an den Menschen und gestaltet nicht nur Wohnraum, sondern auch Quartiere, Nachbarschaften und Lebenswelten“, sagt Sandra Koth, Vorstandmitglied der Baugenossenschaft Hamburger Wohnen eG.
„Junge Menschen zu fördern, ist Teil des genossenschaftlichen Selbstverständnisses.“
Für Angelina Knaus, frisch ausgelernte Immobilienkauffrau und Werkstudentin bei der KAIFU-NORDLAND eG, war das ein großer Pluspunkt: „An der Ausbildung gefiel mir besonders die Kombination aus Wirtschaft und sozialem Auftrag. Wir stellen nicht nur Wohnraum zur Verfügung, sondern kümmern uns zum Beispiel auch mit dem Sozial- und Quartiersmanagement um die Anliegen und Bedürfnisse unserer Mitglieder.“
Die dreijährige Ausbildung verbindet Berufsschule mit Praxis im Unternehmen. Die Azubis lernen alle Abteilungen kennen: Vermietung und Verwaltung, Instandhaltung, Modernisierung und Neubau, Controlling und Finanzierung, Sozialmanagement, Rechnungswesen und Marketing. „Wir bilden nicht nur die Inhalte des Ausbildungsrahmenplans ab, sondern auch darüber hinaus. Mit dem erlernten kaufmännischen Wissen, den Einblicken in bautechnische sowie soziale Bereiche erhalten die jungen Menschen vielfältige Möglichkeiten, sich nach der Ausbildung weiter in dem Gebiet zu spezialisieren, das besonders ihr Interesse geweckt hat“, sagt Eva Kiefer, Ausbildungsleiterin bei der Baugenossenschaft freier Gewerkschafter eG.
Die Azubis bringen neue Perspektiven ein
Gemäß der Ausbildungsverordnung für Immobilienkaufleute gibt es keinen gesetzlich vorgeschriebenen Schulabschluss. In der Praxis sind ein guter Realschulabschluss, Abitur oder Fachhochschulreife bei den meisten Genossenschaften Voraussetzung für einen Ausbildungsplatz als Immobilienkaufmann/-frau. Die Noten sind bei der Bewerbung jedoch nicht allein ausschlaggebend. Wichtig ist ebenso: Passt der Mensch zur Genossenschaft und ihren Werten? Hat jemand Freude am Umgang mit Menschen und eine serviceorientierte Haltung? Die Genossenschaften wissen den frischen Wind, den die angehenden Immobilienkaufleute in die Unternehmen bringen, zu schätzen. Sonja Hahn von der KAIFU beobachtet: „Themen wie Nachhaltigkeit sind für sie selbstverständlich – auch im Büroalltag. Auffällig ist auch das ausgeprägte Wertebewusstsein der Auszubildenden. Sie hinterfragen stärker, welchen Beitrag wir als Genossenschaft leisten, und stoßen damit wichtige Diskussionen an. Gleichzeitig gehen sie selbstverständlich mit digitalen Tools und neuen Technologien um und bringen so Bewegung in unsere Prozesse.“ Diese Einschätzung teilt Eva Kiefer von der bgfg: „Unsere Azubis blicken anders auf bestehende (analoge) Arbeitsabläufe. Da sollten die Unternehmen sich idealerweise offen für Neues zeigen, um davon zu profitieren. Wir haben zum Beispiel gerade erfolgreich unsere laufend durchgeführte Neumieterbefragung von analog auf digital umgestellt – umgesetzt wurde dies als Projekt von den Azubis. Auch im Bereich Social Media bringen unsere Azubis viele Ideen und Kreativität ein: Sie erstellen in Abstimmung mit der Marketing-Mitarbeiterin eigenständig Video-, Text- und Bild-Content für unseren Instagram-Kanal.“
Genossenschaften bieten vielfältige Karrierewege
Beide Seiten profitieren. Junge Menschen erhalten bei genossenschaftlichen Unternehmen eine hervorragende Ausbildung. Die wiederum können in Zeiten des Fachkräftemangels und des demografischen Wandels ihren eigenen Nachwuchs ausbilden, der die besondere Form des genossenschaftlichen Wirtschaftens versteht. Trotzdem haben sich in den vergangenen Jahren immer weniger geeignete Schulabgänger- und abgängerinnen beworben. „Viele wollen nach der Schule lieber studieren. Sie glauben, dass eine Ausbildung nicht so wertig sei und man studieren müsse, wenn man ein Abi hat. Aber: Die Anforderungen an die Ausbildung und die Qualität der Ausbildung sind hoch“, sagt Eva Kiefer von der bgfg. Der gemeinsame Stand der Wohnungsbaugenossenschaften auf der Ausbildungsmesse vocatium soll dazu beitragen, dieses Missverständnis auszuräumen. „Nicht jeder berufliche Weg beginnt mit einem Studium“, meint auch Sandra Koth von der Hamburger Wohnen. „Eine Ausbildung bietet die Chance, sich auszuprobieren, Orientierung zu gewinnen und den eigenen Weg zu finden – mit vielfältigen Perspektiven für die Zukunft“, sagt sie.
„Wo Ausbildung gemeinsam gedacht wird, profitieren Auszubildende von vielfältigen Perspektiven.“
Nach der abgeschlossenen Ausbildung stehen den Immobilienkaufleuten in ihren Unternehmen viele Wege offen. Ob Weiterbildung, berufsbegleitendes oder duales Studium – die Genossenschaften unterstützen ihre Mitarbeitenden dabei, ihre persönlichen Karriereziele zu verwirklichen. Auch die Ausbildung der Immobilienkaufleute wird immer wieder neu ausgerichtet. „Themen wie künstliche Intelligenz und Klimaschutz verändern die Anforderungen an unsere tägliche Arbeit. Deshalb müssen wir unsere Ausbildungsangebote regelmäßig weiterentwickeln und junge Menschen auf neue Aufgaben und Berufsbilder vorbereiten“, sagt Maj-Britt Larsen von der Schiffszimmerer-Genossenschaft. Dafür engagiert sich auch der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e. V. (VNW), der die Interessen der Genossenschaften vertritt und sie prüft. „Gut ausgebildete Immobilienkaufleute sind unsere Zukunft. Wir unterstützen unsere Mitgliedsunternehmen gerne mit Weiterbildungen und Know-how-Transfer“, sagt Inga Seifert vom VNW. Speziell für Auszubildende bietet der VNW eine Vielzahl an Wiederholungs- und Prüfungsvorbereitungsseminaren sowie u. a. Kommunikations-, Zeitmanagement- und Präsentationstrainings. „Mit unseren Bildungsangeboten ergänzen wir die hervorragende Ausbildung bei den Wohnungsbaugenossenschaften. Die Seminare haben sich als sehr hilfreich erwiesen und werden jedes Jahr gerne genutzt“, berichtet Inga Seifert. Ein besonderes Highlight für Auszubildende ist die „Lerninsel“, die einmal im Jahr angeboten wird. In einer Woche auf Juist können Auszubildende durch verschiedene Workshops ihre sozialen und methodischen Kompetenzen fokussiert weiterentwickeln.
Zusammenarbeit für eine hohe Qualität in der Ausbildung
Die kompetente Wissensvermittlung des VNW zu Themen wie zum Beispiel aktuelle Entwicklungen im Mietrecht, Klimapolitik, Nachhaltigkeit oder Betriebskostenrecht schätzt auch das Kollegium der Beruflichen Schule für Wirtschaft in Eimsbüttel, an der die angehenden Immobilienkaufleute jede Woche unterrichtet werden. „Wir Lehrenden nutzen die Angebote des VNW regelmäßig, um unser Wissen zu kaufmännischen, technischen und rechtlichen Fragen upzudaten“, sagt Abteilungsleiterin Yvonne Zippert. Hier zeigt sich einmal mehr: Für die hohe Qualität der Ausbildung der Immobilienkaufleute arbeiten viele Menschen sehr konstruktiv zusammen – ganz im genossenschaftlichen Sinne!
„Die Genossenschaften bilden werteorientiert und mit hoher Fachlichkeit aus.“
Yvonne Zippert leitet seit 2022 die Abteilung für Immobilienkaufleute an der Beruflichen Schule für Wirtschaft (BS 26) in Eimsbüttel
Frau Zippert, wie viele angehende Immobilienfachleute gehen bei Ihnen zur Schule?
Derzeit lernen bei uns 479 junge Menschen in 22 Klassen. Damit sind wir die größte Abteilung an der Schule, an der auch Industriekaufleute und Steuerfachangestellte ausgebildet werden. Wir sind zudem die einzige Berufsschule für Immobilienkaufleute in Hamburg. Durch diese Konzentration können wir ein hohes Niveau in der Ausbildung gewährleisten.
Viele Ihrer Schüler und Schülerinnen lernen den Beruf bei einer Wohnungsbaugenossenschaft. Welche besonderen Qualitäten hat die Ausbildung dort?
Da kann ich ein dickes Lob aussprechen. Es ist eine sehr gründliche Ausbildung mit hoher Fachlichkeit. Die genossenschaftlichen Unternehmen tragen Sorge dafür, dass ihre Auszubildenden alle Bereiche dieses vielfältigen Berufsfeldes kennenlernen und gut durchlaufen. Die Azubis haben feste Ansprechpartner und -partnerinnen. Entsprechend ihrer Werteorientierung setzen die Genossenschaften bei der Ausbildung auf Gründlichkeit und arbeiten sehr qualitätsorientiert. Hinzu kommt, dass die Azubis von der engen Vernetzung innerhalb der Hamburger Genossenschaften profitieren. Die gemeinsamen Azubi-Projekte sind zum Beispiel ein gutes Fundament für das spätere berufliche Netzwerk, das auch in dieser Branche von großer Bedeutung ist.
Wenn ich mir bereits während der Schulzeit vorstellen kann, dass dieser Beruf etwas für mich sein könnte – in welchen Fächern sollte ich mich besonders ins Zeug legen?
Deutsch und Mathe sind wichtig. Es handelt sich um einen Ausbildungsberuf mit einem starken Bezug zu rechtlichen Fragen. Viele Verordnungen und Gesetze sind relevant und müssen verstanden und angewendet werden. Auch in Zeiten von KI muss ein Azubi daher gut in der Lage sein, Texte schnell zu erfassen, Inhalte zu verarbeiten, umzusetzen und zu transferieren. Ohne eine gute Lesekompetenz wird die Ausbildung herausfordernd. Die zukünftigen Immobilienkaufleute müssen zudem gut mitdenken und prozessorientiert sein. Und: Plus, minus, mal und geteilt – ein grundlegendes Verständnis für Zahlen ist wirklich wichtig. Es handelt sich schließlich um einen kaufmännischen Beruf.
In welchen Fächern werden die zukünftigen Immobilienfachleute an der Berufsschule unterrichtet?
Es gibt 13 Lernfelder. Ich nenne hier nur einige: Wohnräume vermieten, gewerbliche Objekte bewirtschaften, Bauprojekte entwickeln und begleiten, Immobilien finanzieren sowie Werteströme und Werte erfassen und dokumentieren. Außerdem erhalten die Auszubildenden Unterricht in Fachenglisch, Sprache und Kommunikation, Wirtschaft und Gesellschaft. Im Wahlpflichtbereich können sie zum Beispiel Kurse wie Bautechnologie oder Digital Skills belegen. Sozialkompetenz und Teamfähigkeit sind in diesem Beruf
enorm wichtig, das sind übergreifende Lernziele in allen Bereichen. Wir gehen zudem so oft es geht in Unternehmen, um die Theorie mit der Praxis zu verknüpfen.
Ein Beispiel?
Das kann eine Exkursion ins Westfield Hamburg-Überseequartier in der HafenCity sein. Zu welchen Preisen wird dort vermietet? Welche Strategie steht dahinter? Welche Rolle spielen die Entertainmentflächen im Westfield?
Welche Bedeutung hat KI im Unterricht?
(lacht) Die ist längst so etwas wie die zweite Kollegin im Klassenzimmer. Wir können unseren Schülern und Schülerinnen nicht verbieten, dass sie KI-Tools nutzen. Das wollen wir auch gar nicht, sondern wir sehen zu, dass wir KI in den Unterricht integrieren und den kritischen Umgang damit vermitteln. Dafür entwickeln wir entsprechende Lernkonzepte, digital und analog. Bei Leistungsnachweisen lösen wir uns zunehmend von der Output-Orientierung und bewerten stattdessen stärker die Prozesse. KI wird auch in den Unternehmen eine immer größere Rolle spielen. Nicht zuletzt deshalb ist es wichtig, dass die Auszubildenden in diesem Bereich Kompetenzen entwickeln. Wenn einfache Tätigkeiten in der Buchhaltung künftig verstärkt von KI übernommen werden, braucht es Menschen, die über Arbeitsprozesse nachdenken und den Einsatz von KI-Tools klug gestalten können. Mehr Infos: bsw-hamburg.de
Perfekt in der Zeit: Um 8.30 Uhr war alles aufgebaut, die Azubis standen für Fragen bereit
Von Azubis für Azubis in spe
Gute Teamarbeit: 32 Azubis aus 16 Genossenschaften betreuten am 3. und 4. Juni 2026 den gemeinsamen Stand der Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften auf der vocatium-Ausbildungsmesse in der Messehalle Schnelsen. Sie informierten über den Berufsalltag, die Verdienstmöglichkeiten und Karrierewege von Immobilienkaufleuten in einer Wohnungsbaugenossenschaft. Rund 300 Schüler und Schülerinnen hatten sich vorab für einen Gesprächstermin angemeldet und wurden von den genossenschaftlichen Azubis auf Augenhöhe beraten. Schließlich waren sie vor gar nicht allzu langer Zeit selbst in der Situation, herauszufinden, was sie nach der Schule machen wollen. „Wir bemerken immer wieder, dass Genossenschaften als Ausbildungsbetriebe nicht so bekannt sind. Viele denken bei dem Beruf nur an Immobilienmakler. Dieses Vorurteil wollen wir gemeinsam aufbrechen. Unsere Azubis sind die besten Sprachrohre, um für den Beruf und auch für die Genossenschaften als Ausbildungsbetrieb zu begeistern“, sagen die beiden Ausbilderinnen Christine Wieder (altoba) und Eva Kiefer (bgfg), die das Azubi-Projekt begleitet haben.
Vom Kaufmann zum Architekten
Mieten, kaufen, wohnen: Dass die Immobilienbranche seine berufliche Heimat werden sollte, wusste Maurice Brewitz bereits in der 9. Klasse nach seinem Schülerpraktikum bei der Schiffszimmerer-Genossenschaft. Gleich nach dem Abitur konnte er dort 2019 seine Ausbildung zum Immobilienkaufmann beginnen: „An der Berufsschule habe ich das Wahlpflichtfach Bauprojektmanagement belegt und in der Genossenschaft vier Monate in der technischen Abteilung gearbeitet. Danach war mir klar, dass hier mein Schwerpunkt liegen soll.“ Zum Ende seiner Ausbildung suchte er das Gespräch im Unternehmen, bereitete eine Präsentation vor und überzeugte. Im Herbst 2022 startete er ein duales Architekturstudium an der Internationalen Hochschule (IU) – mit der Schiffszimmerer-Genossenschaft als Praxispartner. Ein Pilotprojekt. „Zwanzig Wochenstunden im Betrieb, zwei Tage Uni – das ist herausfordernd. Gleichzeitig ist es einfach toll, Theorie und Praxis so eng miteinander verbinden zu können.“ Mit seinem Bachelorabschluss freut sich Maurice Brewitz nun auf seine vielfältigen Projekte bei der Genossenschaft im Bereich Hochbau.
Karrierewege: Maurice Brewitz entwickelte in der technischen Abteilung sein Interesse für Architektur
Erbpacht, E-Roller und Garagen: Azubis lernen aktuelle Herausforderungen der Genossenschaft kennen
Impulse für den Nachwuchs
Seit über zehn Jahren bringt der Azubiday die Auszubildenden der Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften zum Austausch zusammen und gibt Einblicke in die Arbeit anderer Genossenschaften. Am 29. Juni trafen sich 55 Azubis bei der Walddörfer Wohnungsbaugenossenschaft eG, die den Azubiday bereits zum dritten Mal ausrichtete. Im Fokus stand das Thema Erbbaurecht, das aktuell in der Buckhorn-Siedlung besonders relevant ist.
Dr. Kai Mediger, Justiziar des VNW, erläuterte die juristischen Grundlagen. Wolfgang Elbel von der Bewohner-Initiative Buckhorn und Ulrich Stallmann, Vorstand der Walddörfer Wohnungsbaugenossenschaft eG, berichteten aus der Praxis. Zum Abschluss stellte der VNW seine Prüfungsvorbereitungskurse vor. Und Andreas Breitner, Direktor beim VNW, sprach über aktuelle Entwicklungen in Wohnungspolitik und -wirtschaft. „Es ist uns immer wieder eine Freude, die jungen Immobilienkaufleute bei uns zu haben. Von dem lebendigen Austausch profitieren alle“, sagt Ulrich Stallmann, Vorstand bei der Walddörfer Wohnungsbaugenossenschaft eG.
23
junge Menschen haben 2026 ihre Ausbildung bei den Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften begonnen, die mit aktuell insgesamt 71 angehenden Immobilienkaufleuten neben der SAGA zu Hamburgs größten Ausbildern der Branche zählen.
0,4
Prozent mehr Menschen leben seit 2025 in Hamburg – bundesweit ist die Einwohnerzahl gleichzeitig um 0,1 Prozent zurückgegangen. Der Trend zeigt: Die Hansestadt braucht gut ausgebildete Immobilienkaufleute, die sich für bezahlbares Wohnen und den Klimaschutz im Gebäudesektor engagieren.
Ausbilderkreis: Seit zwei Jahrzehnten ein Forum für Ideen, Austausch und Engagement
Seit über 20 Jahren treffen sich die Ausbilderinnen und Ausbilder der Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften zum Austausch über Themen aus der Berufsschule, IHK-Prüfungen sowie für die Planung gemeinsamer Aktionen wie den Azubiday oder die Präsentation auf Ausbildungsmessen. „Die gute Vernetzung und der Wissenstransfer erhöhen die Qualität der Ausbildung“, sagt Eva Kiefer (bgfg), die von Anfang an dabei ist. Dem Ausbilderkreis gehören zurzeit 24 Genossenschaften an. Bei einem Treffen im Jahr 2025 entstand diese Gruppenaufnahme. Hintere Reihe von links: Detlef Siggelkow (WHW 1897), Ulrich Stallmann (Walddörfer), Claudia Jahnke (fluwog), Anja Greskamp (BVE), Viviann Buschmann (1902), Tanja Schwager (Bergedorf-Bille), Christine Wieder (altoba), Matthias Demuth (WGW). Vordere Reihe von links: Christian Schwalger (Schiffszimmerer), Annika Brokstedt (dhu), Alexandra Chrobok (Eisenbahnbauverein), Nadja Ahrweiler (HANSA), Eva Kiefer (bgfg).
Hamburg grafisch
Friedhöfe
Fakten zum Leben und Sterben in der Stadt
METROPOLREGION
9x
Schöne Aussichten auf die Stadt
Hafen und Elbe
Neue Erfahrungen, mehr Wissen
Glimmernde Kacheln
Im Mai 2026 wurde nun auch die Weströhre des Alten St. Pauli Elbtunnels (erbaut 1911) feierlich wiedereröffnet. Die Reparaturarbeiten an dem Hamburger Wahrzeichen dauerten insgesamt 15 Jahre. Die denkmalgerechte Sanierung der beiden Röhren und der Kuppel kostete rund 130 Millionen Euro. Das 426,5 Meter lange Bauwerk kann zu Fuß und mit dem Fahrrad rund um die Uhr passiert werden – nur nicht in der Silvesternacht! Die Kfz-Nutzung wurde 2019 eingestellt.
Zeitreise durch den Hafen
So war das: Der Hamburger Foto-amateur Albin Müller hat in den 1950er- und 1960er-Jahren mit seiner Kamera das Hafengewimmel eingefangen: Barkassen, Frachter, Hafenarbeiter beim „Fofftein moken“ (eine Viertelstunde Pause machen) und den Fischverkauf direkt vom Schiff: „die kleine Hafenrundfahrt“, hrsg. von Bernd Nasner (Junius Verlag)
Marktplatz seit 1703
Einst wurde hier in aller Frühe gehandelt, damit der frische Fisch noch vor dem Kirchgang in die herrschaftlichen Küchen kam. Heute drängen sich sonntags zwischen 5 Uhr und 9 Uhr 30 bis zu 50.000 Menschen über den Fischmarkt. Tipps für den Besuch: Die erste Stunde ist die schönste. Bargeld und Tasche für Schnäppchen nicht vergessen!
Die Welt der Logistik
Terminals sind weltweit Sicherheitsareale: „Zutritt verboten!“ Das Busunternehmen Jasper bietet als Ko-operationspartner der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) auf einer dreistündigen Bustour einen Einblick in diesen Teil des Hafens. Mehr Infos: jasper.de/tour-der-giganten
Mehr als alte Anker!
Das Hafenmuseum will Tradition genauso wie Globalisierung erfahrbar machen. Viel zu sehen gibt es bereits im Schaudepot im 50er Schuppen. Und bis der Erweiterungsbau auf dem Grasbrook fertiggestellt ist, kann man im Johann Kontor am Klosterwall auf 700 Quadratmetern einen ersten Eindruck gewinnen, was das neue Deutsche Hafenmuseum einmal zu bieten haben wird. Mehr Infos: shmh.de
Geliebter Snack
Ist es die Knusprigkeit des Brötchens? Oder das perfekte Verhältnis von Zwiebeln und Matjes? Was ist besser: Bratfisch oder Frikadelle? Über Hamburgs liebstes Fast Food lässt sich vortrefflich streiten! Beliebt: die Brötchen vom Imbiss „Brücke 10“ am westlichen Ende der Landungsbrücken. Auch lecker: der frisch gegrillte Fisch im Brot beim türkischen Imbiss „Eminönü“ am Steindamm.
Up, up and away
Vor den Toren der Stadt befindet sich das AirbusWerk Hamburg-Finkenwerder. Auf einer Tour über das Gelände erhalten Sie spannende Einblicke in die Montage und den Innenausbau der Flugzeuge. Pro Person etwa 33 Euro. Mehr Infos: werksfuehrung.de/airbus-werkstouren/airbus-hamburg
Welches Schiff läuft gerade ein?
Präzise Informationen über Schiffspositionen sind für Reedereien, Terminals und Lotsen wichtig. Unternehmen wie MarineTracking oder VesselFinder ermitteln diese – und stellen einen eingeschränkten, kostenlosen Zugang zu ihren Daten auch für jedermann bereit. So kann man am Elbstrand mit dem Smartphone in der Hand in Echtzeit erfahren, was für ein großer Pott da gerade Wellen schlägt.
Hafenrundfahrt
Der touristische Klassiker für Zugereiste und Einheimische! Zwei besondere Angebote: Die Alternative Hafenrundfahrt beleuchtet die Schattenseiten des Welthandels. Frau Hedis Tanzkaffee ist eine Barkasse mit Bar, DJs und Bands, sozusagen eine treibende Konzerthalle. Mehr Infos: hafengruppe-hamburg.de und frauhedi.de
Anmeldung zum Weihnachtsmärchen 2025
Anmeldung zum
Weihnachtsmärchen 2025
Peterchens Mondfahrt
Von Ayla Yeginer, nach Gerdt von Bassewitz
Mit Mut und Zusammenhalt zum Mond
Seit mehr als 100 Jahren begeistert das Märchen „Peterchens Mondfahrt“ Jung und Alt mit einer fantasievollen Geschichte über Freundschaft, Mut und Zusammenhalt.
Der Maikäfer Sumsemann ist verzweifelt: Sein sechstes Beinchen wurde vom Mondmann geraubt und wird dort streng bewacht. Zum Glück begegnet er den Geschwistern Peter und Anneliese. Gemeinsam fassen die beiden mutigen Kinder den Entschluss, Sumsemann zu helfen und das verlorene Beinchen zurückzuholen.
Der Weg zum Mond steckt jedoch voller Herausforderungen. Auf ihrer abenteuerlichen Reise begegnen die drei außergewöhnlichen Wesen und fantastischen Orten – von der funkelnden Milchstraße mit ihren Sternenwesen über das Zuhause des Sandmanns bis hin zur geheimnisvollen Weihnachtswiese. Ein märchenhaftes Abenteuer für die ganze Familie.
Kommen Sie mit auf die Märchenreise: Exklusiv für unsere Mitglieder spielt das Ernst Deutsch Theater das Weihnachtsmärchen „Peterchens Mondfahrt“ am Freitag, 27. November 2026, um 16 Uhr. Nach der Vorstellung geht es dann in den Märchengang, wo der Weihnachtsmann mit einer kleinen Überraschung auf die Kinder wartet.
So melden Sie sich an:
Schicken Sie uns bis zum
30. September 2026 eine E-Mail an
veranstaltungen@schiffszimmerer.de
und teilen Sie uns folgende
Informationen mit:
- Vor- und Nachname des Mitglieds
- Mitgliedsnummer
- E-Mail-Adresse (für den Ticketversand)
- Telefonnummer
- Wie viele Erwachsene melden Sie an? (Maximal zwei Erwachsene)
- Wie viele Kinder (4–17 Jahre) melden Sie an? (Maximal vier Kinder)
- Benötigen Sie einen barrierearmen Platz?
- Benötigen Sie einen Rollstuhlplatz?
Bitte beachten Sie:
Die Tickets vergeben wir in der Reihenfolge des E-Mail-Eingangs: Je schneller Sie sich anmelden, desto besser!
Für jedes Mitglied gibt es maximal sechs Karten (vier Kinder und zwei erwachsene Begleitpersonen)
Erwachsene bezahlen 7,50 Euro
Für Kinder ist der Eintritt kostenlos
Die HVV-Nutzung ist für jede Karte inklusive
Sie können sich auch über Ihre Schiffszimmerer-App zum Weihnachtsmärchen anmelden. Falls noch nicht geschehen, registrieren Sie sich am besten gleich bei unserem Mitglieder-Portal. In Zukunft erhalten Sie dort die Einladung für das Weihnachtsmärchen.
Ihre Anmeldung können wir
nicht berücksichtigen, wenn
- Sie sich per Telefon/Fax, Post oder über den Verwalterbriefkasten anmelden,
- Sie uns nicht alle genannten
Angaben mitteilen, - Sie sich für mehr als sechs Karten anmelden,
- Sie sich nicht selbst anmelden oder
- Sie kein Mitglied sind.
Was passiert nach der Anmeldung?
Sofern noch genügend der 724 Plätze frei sind, erhalten Sie eine Teilnahmebestätigung mit der Bitte um Überweisung des Kostenbeitrags auf das angegebene Konto. Der Kartenversand erfolgt nach Zahlungseingang an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeitgleich. Die Zuteilung der Plätze (Parkett, 1. und 2. Rang) orientiert sich ebenfalls am Datum des Eingangs Ihrer Anmeldung. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Wir versichern Ihnen, dass die Verarbeitung Ihrer Daten streng nach der DSGVO erfolgt und keine Daten an Dritte weitergegeben oder für andere Zwecke genutzt werden.
Digitales Kreuzworträtsel
Wer das Lösungswort des Kreuzworträtsels einsendet, hat die Chance auf einen 100-Euro-Gutschein für den nachhaltigen Avocadostore – mit Produkten, die fair, umweltfreundlich und sozial verantwortlich hergestellt sind.
Viel Spaß beim Miträtseln und viel Glück!
So nehmen Sie teil:
1. Das Rätsel komplett ausfüllen
2. Über den anschließend eingeblendeten Link das Lösungswort angeben.
Einsendeschluss ist der 20.11.2026